Babyernährung: Alles, was du wissen musst

MONTAG, 07.10.2019 Julia M.

Was braucht ein Baby im ersten Lebensjahr? Viele Mamas sind beim Thema Babyernährung von den vielen Informationen überwältigt. Aber keine Sorge, wir haben alle allgemeinen Infos kompakt für dich zusammengefasst.

Liebe geht durch den Magen - und auch Mutterliebe spiegelt sich in der Ernährung wieder. Doch viele Mamas sind kurz nach der Geburt oft von der Informationsflut überwältigt. Verwandte und Freunde mit vielen klugen Ratschlägen verunsichern dich. Du fragst dich vielleicht bis wann du stillen solltest, ab wann du deinem Spatz das Fläschchen gibst und ab wann du mit dem Brei beginnen kannst.  

Babyernährung in den ersten Monaten

Sobald dein Baby auf der Welt ist, versorgt ihn deine Muttermilch mit allem, was es braucht. Die nährstoffreiche Milch hilft ihm zu wachsen und stärkt sein Immunsystem. Dabei verändert sie sich mit der Zeit: Kurz nach der Geburt (und bereits am Ende der Schwangerschaft) produzieren deine Brüste das sogenannte Kolostum. Diese Vormilch ist besonders proteinreich und stellt die erste Mahlzeit deines Babys nach der Geburt dar. 18 Stunden bis zu fünf Tage nach der Geburt entwickelt es sich dann in die herkömmliche Muttermilch weiter und passt sich damit an die Bedürfnisse deines Spatzes an. Muttermilch ist leicht verdaulich und unterstützt die Gehirnentwicklung von Neugeborenen. Außerdem erhält es genug Flüssigkeit, so dass du deinem Baby keine zusätzlichen Getränke geben musst. Ausnahmen gibt es aber, zum Beispiel wenn dein Spatz unter Fieber, Erbrechen oder Durchfall leidet. Spreche dich in solchen Fällen unbedingt mit deinem Kinderarzt ab.

Nicht jede Mama kann allerdings Stillen, weil sie etwa zu wenig Milch hat oder schlichtweg zu große Schmerzen. In diesen Fällen gibt es aber gute Alternativen. Die so genannte Pre-Nahrung ist der Muttermilch sehr ähnlich und du kannst sie deinem Spatz in den ersten sechs Wochen nach der Geburt im Fläschchen geben. Darauf folgt die so genannte 1er-Nahrung, die du deinem Baby bis zum Ende des ersten Lebensjahres geben kannst. Viele Mamas nutzen sie auch in der Zeit des Abstillens. 

Der nächste Schritt: Die Beikost

Ab dem 5. bis 6. Monat kannst du mit der sogenannten Beikost beginnen. Wann der richtige Zeitpunkt dafür ist, hängt ganz individuell von der Entwicklung deines Babys ab: In dieser Zeit wird der so genannte Zungenstoßreflex deines Babys nachlassen, es kann alleine aufrecht sitzen und seinen Kopf selbstständig einige Minuten halten. Auch wenn du bemerkst, dass es selbstständig Dinge in seinen Mund steckt, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass es Zeit wird mit dem Brei zu beginnen. Im Zweifel kannst du aber auch deinen Kinderarzt oder deine Hebamme fragen. Nur weil du mit der Beikost beginnst, bedeutet das übrigens nicht das Ende des Stillens bzw. des Fläschchens. Erst wenn dein Baby einen vollständigen Brei isst, kannst du beginnen abzustillen. Aber auch hier ist jedes Baby und auch jede Mutter anders. Manche stillen länger, manche hören bereits ab dem 10. Lebensmonat auf.

Sobald dein Spatz am Tag drei Breie isst, braucht es neben der Muttermilch dann auch zusätzlich Flüssigkeit. Am besten eignet sich Leitungswasser, dass du ihm in einem Plastikbecher geben kannst. Fruchtsäfte haben sehr viel Zucker, deswegen solltest du auf diese eher verzichten.

Von der Babyernährung zur festen Nahrung

Etwa ab dem 10. bis zum 14. Monat kannst du dein Baby auch an „richtiges Essen“ heranführen. Die Breimahlzeiten werden jetzt nach und nach ersetzt, wobei Geduld gefragt ist. Denn dein Kind muss sich erstmal an die verschiedenen Geschmäcker gewöhnen und ist mitunter ganz schön mäkelig. Am besten stresst du dich nicht und führst es nach und nach heran. Du kannst mit einer Mahlzeit beginnen, in der du deinem Spatz kleingeschnittenes Obst, Gemüse oder Brot anbietest. Nach und nach wird es sich gewöhnen und den Brei schon bald links liegen lassen.

Babyernährung: Alles, was du wissen musst pin

Ab wann darfst du deinem Baby feste Nahrung geben? Wir sagen dir, worauf es im ersten Lebensjahr ankommt.

MeinSpatz Gezwitscher

In Großbritannien hat sich ein neuer Trend durchgesetzt: Baby-led Weaning. Dabei wird auf Babybrei verzichtet. Stattdessen bekommen die Babys Fingerfood und sollen so von der Muttermilch direkt an richtiges Essen herangeführt werden. Experten sind sich aber nicht einig, ob das wirklich so gut ist. Was es genau mit diesem Trend auf sich hat, liest du hier.

Julia M.

Die zweifache Mama könnte auf ihre geliebte Großstadt nie verzichten – und das trotz Familie und Hund. Wenn ihre wilden Jungs im Wald toben wollen, geht’s ab aufs Land zu Oma und Opa. Sie ist geschieden, aber glücklich liiert und liebt ihre Patchwork-Familie und die dreijährige Tochter ihres Freundes. Eigener Nachwuchs? Nicht ausgeschlossen.