Babyschwimmen: Ab wann ist der richtige Zeitpunkt?

DIENSTAG, 10.12.2019 Julia M.

Babyschwimmen ist äußerst beliebt und viele Mamas besuchen mit ihren Kleinen einen Kurs. Ab wann dein Spatz teilnehmen kann und was ihr mitnehmen solltet, erfährst du hier.

Die meisten Kinder lieben Schwimmen und besonders Babys fühlen sich im Wasser besonders wohl. Beim Babyschwimmen können sie ganz in ihrem Element sein und kommen bei den Kursen mit Gleichaltrigen in Kontakt. Wir klären alle wichtigen Fragen zum Thema:

Babyschwimmen: Ab wann kann man Spatz beginnen?

Viele Kurse beginnen bereits ab der achten bis zwölften Lebenswoche, denn Neugeborene lieben Wasser und das Plantschen, Spielen und Tauchen macht ihnen oft sehr viel Spaß. Je früher du mit dem Babyschwimmen beginnst, um so eher gewöhnt sich dein Kind ans Wasser.

Welchen Nutzen hat Babyschwimmen?

Babyschwimmen hat einen sehr positiven Einfluss auf die Entwicklung deines Spatzes. Im Wasser fühlt es sich besonders leicht und kann sich frei bewegen. Die Kurse fördern zudem die Koordination und das Körpergefühl deines Spatzes. Auch seine Muskulatur und sein Nervensystem werden gestärkt und die Selbstregulation der Sinnesorgane wird verbessert. Nach dem Babyschwimmen wird dein Baby besonders entspannt und müde sein. Auf dem Nachhauseweg wird es also oftmals einschlafen.

Wie läuft so ein Kurs ab?

Wie ein Babyschwimm-Kurs genau abläuft ist unterschiedlich und liegt meist an der jeweiligen Kursleitung und am Alter der Kinder. Für die verschiedenen Altersstufen gibt es entsprechende Kurse. Zu Beginn geht es vor allem darum die Kinder an das Wasser zu gewöhnen und den Eltern wichtige Halteteckniken näher zu bringen. Meist werden besonders zu Beginn Lieder gesungen, zu denen sich Mamas mit ihren Kindern bewegen.

Eignet sich Babyschwimmen für alle Kinder?

Wie gesagt, die meisten Kinder lieben Wasser und je früher du mit dem Babyschwimmen beginnst, um so besser. Es gibt aber auch Kinder, die im Wasser weinen, sich nicht beruhigen lassen und offenbar keine Freude am Babyschwimmen haben. In diesem Fall solltest du nichts erzwingen und es mit dem Babyschwimmen lieber sein lassen. Nutze Probe- und Schnupperstunden um zu sehen, ob deinem Spatz das Babyschwimmen Spaß machen könnte.

Falls dein Spatz an Neurodermitis leidet, solltest du vorher mit deinem Kinderarzt absprechen, ob Babyschwimmen sinnvoll ist. Es gibt Fälle, in denen es sehr positiv für dein Baby sein kann, da es entspannen kann und sein Immunsystem gefördert wird. Nach dem Schwimmen solltest du dein Kind allerdings gut eincremen. Frage auch hier deinen Arzt, welche Creme er empfehlen würde.

Wer bietet Babyschwimmkurse an und wieviel kosten sie?

Babyschwimmen wird in vielen öffentlichen Schwimmbädern und von der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) angeboten. Aber auch Hebammen, spezielle Babyschwimmschulen und viele Frühförderzentren bieten Kurse an. Du solltest auf alle Fälle darauf achten, dass die Kursleiter gut ausgebildet und qualifiziert sind.

Die meisten Kurse kosten zwischen 80 und 100 Euro. Manchmal wird übrigens eine Bescheinigung des Kinderarztes verlangt, um sicher zu gehen, dass dein Baby gesund un fit genug ist. Dieses Attest ist leider nicht kostenlos.

Was sollte ich mitnehmen?

Folgende Dinge solltest du in die Badetasche packen:

  • Schwimm-Windel und ggf. Badehose (nicht immer nötig)
  • Handtuch mit Kapuze
  • Duschgel, Bodylotion und Babycreme
  • Wickeltasche
  • Etwas zum Spielen
  • Fläschchen / Snacks

Was sollte ich vor dem Kurs beachten?

Dein Spatz sollte auf alle Fälle nicht hungrig und gut ausgeruht zum Babyschwimmen gehen. Bevor ihr ins Becken geht, solltest du es außerdem erstmal duschen oder einen warmen Waschlappen benutzen (falls dein Baby nicht gerne duscht). Packe deinen Spatz im Schwimmbad gut ein, am besten in ein Kapuzenhandtuch oder einen Bademantel. Kinder kühlen sehr schnell aus, deswegen sollten sie auch nicht länger als 30 Minuten im Wasser bleiben. Ideal ist übrigens eine Wassertemperatur von 32 bis 34 Grad Celsius.

Was sollte ich nach dem Babyschwimmen beachten?

Wie gesagt, auch wenn dein Spatz eine echte Wasserratte ist und gar nicht genug bekommen kann, nach 30 Minuten solltest du ihn aus dem Wasser holen und nach dem Abtrocknen direkt in ein Kapuzenhandtuch oder einen Bademantel einkuscheln. Außerdem solltest du das Chlorwasser gut abduschen, denn die Haut deines Babys ist sehr empfindlich. Oft wird dein Spatz hungrig sein, deswegen lohnt es sich (solltest du nicht stillen) sein Fläschchen oder, bei älteren Kindern, Snacks und etwas zu trinken dabei zu haben. Ziehe deinen Spatz besonders im Winter warm genug an und achte darauf, dass seine Haare bzw. sein Köpfchen trocken sind. 

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Babyschwimmen gehört zu den beliebtesten Kursen für kleine Wasserratten.

MeinSpatz Gezwitscher

Falls dein Kind Babyschwimmen nicht mag, gibt es auch viele andere Babykurse. PEKiP ist etwa ein weiteres Angebot für die Kleinsten. Dabei liegen Babys nackt in einem warmen Raum mit sechs bis acht gleichaltrigen Kindern. Es gibt bei diesen Kursen besonders um die Förderung der Bindung zwischen Eltern und Kind. Mehr Infos zum Thema haben wir dir in diesem Artikel zusammengestellt.

Julia M.

Die zweifache Mama könnte auf ihre geliebte Großstadt nie verzichten – und das trotz Familie und Hund. Wenn ihre wilden Jungs im Wald toben wollen, geht’s ab aufs Land zu Oma und Opa. Sie ist geschieden, aber glücklich liiert und liebt ihre Patchwork-Familie und die dreijährige Tochter ihres Freundes. Eigener Nachwuchs? Nicht ausgeschlossen.