Ab wann macht eine Babytrage Sinn?

FREITAG, 27.12.2019 Julia M.

Mit einer Babytrage hast du deinen kleinen Spatz immer ganz nah bei dir. Dabei gibt es verschiedene Modelle. Wir zeigen dir, welche das sind und ab wann eine Babytrage sinnvoll ist.

Neben dem Kinderwagen solltest du über die Anschaffung einer Babytrage nachdenken. Egal ob du dein Baby damit auf dem Rücken oder vorne, ganz nah an deinem Herzen, trägst: Du hast einen besonders engen Kontakt zu deinem Kleinen, wodurch die Mutter-Kind-Beziehung gestärkt wird. Außerdem ist sie sehr praktisch, da sie dir Bewegungsfreiheit bietet. Sicher hast du einige Fragen zum Thema Babytrage, die wir im folgenden klären wollen.

Babytrage: Ab wann ist sie sinnvoll?

An und für sich kannst du eine Babytrage bereits ab der Geburt nutzen. Wenn du möchtest kannst du sie also bereits in die Kliniktasche packen. Bis zum 12. Lebensmonat solltest du dein Baby aber ausschließlich vorne tragen. Mit einem Neugeborenen ist damit ein längerer und größerer Körperkontakt gegeben. Du hast deinen Spatz zudem immer im Blick. Der Körper sollte dabei gut gestützt werden, insbesondere das Köpfchen. In den ersten Lebensmonaten kann dein Baby es noch nicht alleine halten, da es die seine Nackenmuskulatur noch entwickeln muss.

Ab dem 12. Lebensmonat kannst du deinen Spatz dann auch auf dem Rücken tragen. Diese Trageform entlastet deinen Rücken, schließlich wächst dein Spatz und wird immer schwerer. Du kannst ihn allerdings nicht so gut beaufsichtigen wie vorne. Auch deswegen empfehlen Experten Kinder erst am dem 1. Lebensjahr auf dem Rücken zu tragen.

Welche Babytrage sich am besten eignet

Es gibt verschiedene Tragen, du hast also die Qual der Wahl, welche zu dir und deinem Spatz am besten passt. Wir stellen dir hier kurz die verschiedenen Systeme vor:

Tragetuch

Der Klassiker und eine der vielseitigsten Tragehilfen, denn du kannst es besonders lange nutzen. Allerdings solltest du das Binden sehr gut lernen, denn ein schlecht gebundenes Tuch birgt viele Risiken. Richtig gebunden stützt ein Tragetuch deinen Spatz allerdings perfekt. Außerdem wächst es in gewisser Weise mit, da du es entsprechend dem Gewicht und der Größe deines Spatzes binden kannst.

Ringsling

Diese Babytrage ist bereits ab der Geburt geeignet und du kannst sie sehr schnell anlegen. Allerdings hast du das volle Gewicht deines Spatzes auf nur einer Körperseite. Daher eignet sich diese Tragehilfe nur bis zu einem gewissen Gewicht, denn je älter und schwerer dein Kind wird, um so höher die Belastung für dich. 

Wraptai

Diese Tragehilfe wird ebenfalls gebunden und du kannst sie besonders lange nutzen. Die Schulterträge und Rückenpaneele lassen sich millimetergenau verstellen und können so an die Größe und Gewicht deines Spatzes angepasst werden. Es wächst also mit und kann etwa bis zum vierten Lebensjahr zum Einsatz kommen. Achte in jedem Fall darauf, dass es über einen gepolsterten Hüftgurt verfügt.

Meitai

Dem Wraptai sehr ähnlich ist das Meitai: Es verfügt ebenfalls über ein fertiges Rückenpaneel und einen gepolsterten Hüftgurt, allerdings sind die Schulterträger schmaler. Dadurch lässt es sich schneller binden und passt sich unterschiedlichen Körperstaturen sehr gut an. Das Rückenpaneel lässt sich aber nur begrenzt vergrößern, du kannst es also nicht so lange nutzen. Allgemein ist das Meitai eher für Neugeborene und Babys bis zum 1. Lebensjahr geeignet, denn je schwerer dein Spatz wird, um so mehr werden deine Schultern belastet.

Halfbuckle

Diese Babytrage wird teils gebunden, wobei der Huftgürt mit einem Klettverschluss oder einer Schnalle verschlossen und eingestellt wird. Die Träger werden über die Schultern und Hüfte geschlungen und gebunden. Der Vorteil ist, dass es sich noch schneller anlegen lässt als Tragetuch oder Meitai. 

Fullbuckle

Nicht jede Mama hat Lust zu binden und da bietet sich ein Fullbuckle an. Dieses lässt sich durch ein Klicksystem sehr schnell anlegen und wächst mit deinem Spatz bis zu einem bestimmten Alter mit. Achte aber auf das richtige Modell, denn es sollte perfekt passen. Es gibt zum Beispiel Babygrößen, die ab der Geburt bis zum 18. Lebensmonat genutzt werden können. Danach kannst du eine Nummer größer kaufen. Auch Wandertragen sind übrigens so genannte Fullbuckles.

Onbuhimo

Wie der Fullbuckle lässt sie auch der Onbuhimo sehr schnell anlegen und ist für alle Mamas etwas, die nicht unbedingt binden wollen. Außerdem wird er auf dem Rücken getragen, ist also erst ab dem 1. Lebensjahr deines Spatzes etwas. Er eignet sich nur für kurze Strecken, da er über keinen Hüftgurt verfügt. Für lange Spaziergänge solltest du ihn also nicht nutzen. Im Alltag und für „zwischendurch“ ist diese Tragehilfe hingegen sehr gut geeignet, da sie sich klein zusammenfalten und schnell anlegen lässt.

In diesem Video werden die verschiedenen Tragehilfen nochmal genauer vorgestellt:

Am besten testest du verschiedene Babytragen und entscheidest daraufhin, welche dir am meisten zusagt. Fragen, die du dir dabei immer stellen solltest: Welchen Zweck soll die Babytrage für dich erfüllen? Wann und wie lange möchtest du dein Baby damit tragen? Traust du dir das Binden eines Tuches zu? Für jede Mama, jedes Baby und jeden Geschmack gibt es aber ganz sicher eine passende Tragehilfe.

Ab wann macht eine Babytrage Sinn? pin

Super praktisch und gut für die Mutter-Kind-Bindung: Wir zeigen dir, welche Babytragen es gibt.

MeinSpatz Gezwitscher

Wenn du in den Urlaub oder gar länger auf Reisen gehst, solltest du unbedingt eine Babytrage mitnehmen. Du kannst sie klein zusammenpacken und deinen Spatz problemlos überallhin mitnehmen. Besonders für Backpacker-Familien perfekt. Mehr Tipps zum Thema Backpacking mit Baby, findest du hier.

Julia M.

Die zweifache Mama könnte auf ihre geliebte Großstadt nie verzichten – und das trotz Familie und Hund. Wenn ihre wilden Jungs im Wald toben wollen, geht’s ab aufs Land zu Oma und Opa. Sie ist geschieden, aber glücklich liiert und liebt ihre Patchwork-Familie und die dreijährige Tochter ihres Freundes. Eigener Nachwuchs? Nicht ausgeschlossen.