Ab wann krabbeln Babys?

DIENSTAG, 19.11.2019 Julia M.

Krabbeln ist in der Entwicklung von Babys ein echter Meilenstein. Doch ab wann fangen Babys eigentlich an zu krabbeln? Und was tun, wenn dein Spatz keine Anstalten macht, endlich loszukrabbeln?

Babys Entwicklung ist immer wieder faszinierend und spannend. Gerade als Mama beobachtest du jeden Entwicklungsschritt besonders aufmerksam. Als ein wichtiger Meilstenstein gilt das Krabbeln, denn damit lernt dein Kind sich eigenständig fortzubewegen und baut die nötigen Muskeln auf, um später auf seinen Beinchen laufen zu können (so genannte Lokomotion). Wir zeigen dir, ab wann Babys krabbeln und was du tun kannst, um es zu fördern.

Ab wann fangen Babys an zu krabbeln?

Die meisten Babys beginnen zwischen dem sechsten und zehnten Lebensmonat. Dabei ist jedes Kind unterschiedlich. Es gibt einige Schritte, die dein Baby auf dem Weg zum Krabbeln durchlaufen muss: Mit etwa fünf Monaten wird dein Spatz gelernt haben, wie es sich vom Bauch auf den Rücken und wieder zurück drehen kann. Außerdem kann es schon bald eigenständig sitzen und sein Köpfchen gut halten können, um sich umzusehen. Damit es endlich loskrabbeln kann, muss es erstmal lernen sich auf Händen und Füßen gut balancieren zu können - das erfordert vor allem Muskelkraft. Besonders die Nacken- und Rückenmuskulatur muss stark genug sein. 

Sobald dein Spatz sich vom Sitzen auf alle Viere begeben kann, sind das gute Voraussetzungen fürs Krabbeln. Es kann jetzt außerdem im Knie-Ellenbogen-Stand vor und zurück schaukeln und auch die Knie nach vorne und wieder zurück schieben. Sobald die Koordination, sowie die Muskulatur in Armen und Beinen genug trainiert sind, kann dein Spatz mit dem Krabbeln beginnen. Das Überkreuzkrabbeln - also linkes Ärmchen und rechtes Knie, rechtes Ärmchen und linkes Knie - erfordert die Verknüpfung der linken und rechten Hirnhälfte. Krabbeln trainiert also auch das Gehirn deines Babys. Aber Achtung: Sobald dein Baby krabbelt und mobil wird, solltest du besonders aufmerksam sein: Dein neugieriger Spatz wird sich schon bald an Möbeln hochziehen und kann mitunter ein regelrechtes Chaos veranstalten. 

Was tun, wenn mein Baby nicht krabbeln möchte

Jedes Baby entwickelt sich unterschiedlich. Manche krabbeln bereits mit sechs Monaten, andere erst mit zehn. Und wieder andere Babys krabbeln überhaupt nicht und überspringen diesen Schritt vor dem Laufenlernen. Falls das bei deinem Spatz der Fall sein sollte, dann musst du dir aber keine Sorgen machen. Studien zeigen, dass das Krabbeln ein nicht unbedingt notwendiges Entwicklungsstadium ist. Manche Babys gehen direkt vom Robben auf dem Bauch oder Rutschen auf dem Po zum Laufen über. Andere Kinder krabbeln rückwärts, weil das für sie leichter ist, als vorwärts. Das ist alles ebenso normal und letztendlich wird dein Spatz auch ohne Krabbeln mit dem Laufen beginnen.

So kannst du das Krabbelnlernen deines Babys unterstützen

Du kannst deinem Spatz aber auch helfen und beim Krabbeln unterstützen. Am besten bietest du ihm sein Lieblingsspielzeug als Lockvogel an und platzierst es so, dass es ihn sehen, aber nicht erreichen kann. Du wirst sehen, dass dein Kind alles probieren wird, um an sein geliebtes Spielzeug zu kommen. Vielleicht wird es frustriert sein und aufgeben. Dieses Spiel fordert also etwas Geduld auf beiden Seiten. Setze dein Baby aber nicht allzu sehr unter Druck. Wenn es nicht gleich klappt, kannst du es immer wieder probieren. 

Nicht vergessen: Kindersichere Wohnung

Sobald dein Spatz mobil ist, sollte deine Wohnung kindersicher sein, damit es sich nicht verletzt. Achte darauf, Steckdosensicherungen anzubringen. Auch für spitze Kanten gibt es so genannte Schutzecken, damit sich dein Kind nicht verletzt. Sollte sich in deinem Wohnraum eine Treppe befinden, dann bringe unbedingt eine Gittertür an. Dein Kind muss erstmal lernen, wie es eine Treppe eigenständig hochgehen kann. 

Wenn deine Wohnung sicher ist, steht dem Bewegungsdrang deines Spatzes nichts mehr im Wege. Egal wann es zu krabbeln beginnt, ob es diesen Entwicklungsschritt überspringt oder erst spät mobil wird: Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich schnell und manche Fähigkeiten wird dein Spatz schneller, manche langsamer erlernen. Sorgen machen solltest du dir allerdings, falls dein Kind bis zu seinem ersten Geburtstag so gar keine Anstalten macht, mobil zu werden (weder Kriechen, noch Rollen, Rutschen oder Krabbeln). In diesem Fall solltest du definitiv zum Kinderarzt gehen und deinen Spatz durchchecken lassen. 

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Endlich mobil und auf allen Vieren unterwegs. Doch ab wann sollte dein Baby krabbeln?

MeinSpatz Gezwitscher

Neben der körperlichen, ist auch die emotionale Entwicklung deines Spatzes äußerst spannend. Gerade die ersten Lebensjahre sind für die Charakterbildung entscheidend. Dein Baby lernt Gefühle erst einmal kennen. Sowohl Freude, als auch Ärger und Traurigkeit. Wie du auf deinen Spatz reagieren kannst und seine Gefühle richtig einordnest, liest du in diesem Artikel.

Julia M.

Die zweifache Mama könnte auf ihre geliebte Großstadt nie verzichten – und das trotz Familie und Hund. Wenn ihre wilden Jungs im Wald toben wollen, geht’s ab aufs Land zu Oma und Opa. Sie ist geschieden, aber glücklich liiert und liebt ihre Patchwork-Familie und die dreijährige Tochter ihres Freundes. Eigener Nachwuchs? Nicht ausgeschlossen.