Nabelpflege: Das A und O für einen trockenen Nabel

MITTWOCH, 04.07.2018

Viele Eltern sind ein wenig verunsichert: Wie pflege ich den Nabel meines Neugeborenen richtig? Wir verraten die wichtigsten Tipps und Tricks.

Auch wenn die Nabelschnur bei der Geburt durchtrennt wird – ein kleiner Nabelschnurrest, nur Zentimeter lang, bleibt am Bauch deines Babys zurück. Er wird mit einer Klemme abgeklemmt oder einem Faden abgebunden. Diese Klemme wird in der Regel nach zwei bis drei Tagen entfernt. Die Nabelschnurgefäße sind dann schon soweit getrocknet, dass kein Blut mehr austritt. Der Rest der Nabelschnur fällt im Regelfall in den kommenden fünf bis neun Tagen ab. Es kann nur drei Tage aber auch drei Wochen dauern. Alles dazwischen ist normal.

Weniger ist mehr

Mach dir keine Sorgen, viel kannst du bei der Nabelpflege nicht falsch machen. Die wichtigste Devise lautet: Weniger ist mehr. Oberstes Gebot dabei: Halte den Nabel trocken! Keine Angst, im Nabel befinden sich keine Nerven. Du kannst deinem Baby bei der Reinigung also nicht wehtun. Viele Hebammen empfehlen, den Nabelschnurrest mit einer Kompresse zu umbinden. Es gibt auch spezielle Nabelhütchen. Sie nehmen eventuell austretende Flüssigkeit auf und sorgen dafür, dass die Nabelschnur schnell austrocknet. Außerdem schützen sie die weiche Babyhaut vor dem harten Nabelschnurrest. Du kannst auch eine Stilleinlage einschneiden und um den Nabelschnurrest wickeln. Am besten du fragst deine Hebamme danach. Ist die Kompresse schmutzig oder feucht, muss sie sofort gewechselt werden.

Offenes Abheilen

Andere Stimmen plädieren dafür, den Nabel offen abheilen zu lassen. Es soll viel Luft an den Nabel kommen. Lass dich am besten von deiner Hebamme oder dem Kinderarzt beraten und entscheide für dich dann, wie du den Nabel deines Babys pflegen willst. Wichtig ist auf jeden Fall: Keine Cremes oder Lotionen. Der Nabel muss austrocknen, feuchte Pflegemittel würden ihn nur wieder aufweichen.

So säuberst du den Nabel

Vor der Nabelpflege musst du unbedingt die Hände waschen! Ist erst einmal Wundsekret ausgetreten oder haben sich leichte Verkrustungen gebildet, entfernst du es vorsichtig mit einem sterilen Wattestäbchen oder Gaze, die du in etwas Kochsalzlösung oder abgekochtes Wasser tunkst. Anschließend solltest du den Nabel wieder gut trocknen lassen. Beim Wickeln einfach die Windel oben umschlagen, sodass Klemme und Nabel frei liegen und nicht scheuern.

Badeverbot überholt

Das strikte Badeverbot, solange der Nabelschnurrest noch nicht abgefallen ist, gilt als überholt. Du darfst dein Baby also ruhig baden. Trockne die Haut um den Nabel danach gut ab. Denk daran, dass der Nabel beim Baden aufweicht und halte die Badezeiten deswegen eher kurz. Wenn du dein Baby badest, dauert es meist länger bis der Nabelschnurrrest durchgetrocknet ist und abfällt. Ein Grund zur Sorge ist das aber nicht.

Schmiernabel

Die Nabelschnur ist abgefallen, trotzdem tritt noch etwas Wundsekret aus? Hebammen sprechen hier von einem „Schmiernabel“. Solange sich keine Entzündung bildet, machst du mit der Nabelpflege wie gewohnt weiter. Deine Hebamme sollte den Nabel noch regelmäßig kontrollieren, bis er ganz trocken ist.

Entzündungen am Nabel

Im Regelfall verheilt die kleine Wunde am Nabel komplikationslos. Bei 0,2 bis 0,7 Prozent der Neugeborenen kommt es zu Entzündungen. Wenn sich um den Nabel Rötungen bilden, der Nabel stark schmiert, unangenehm riecht, anschwillt oder blutet, solltest du auf jeden Fall immer einen Arzt aufsuchen. Infektionen müssen behandelt werden, sonst kann es zu einer Blutvergiftung kommen.

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Der Bauchnabel ist die erste Narbe in Babys Leben. Und die will gut versorgt sein.

MeinSpatz Gezwitscher

Der Nabel ist für viele eine ganz spezielle Stelle. Immerhin waren Mutter und Kind durch ihn neun Monate lang verbunden. Dein Baby wurde durch ihn versorgt. Mit der Geburt und dem Durchtrennen der Nabelschnur, wurde die erste Verbindung zu deinem Baby gekappt. Das hinterlässt nicht nur die offensichtliche Wunde, die dein Baby verletzt erscheinen lässt. Auch für viele Mamas hat der Nabel und das Durchtrennen der Nabelschnur eine ganz besondere Bedeutung.