Von Lesen bis Singen: Einschlafrituale fürs Baby

Hat dein Baby Schwierigkeiten abends einzuschlafen? Dann können feste Abläufe helfen, dein Kind zur Ruhe zu bringen und es auf die Nacht vorzubereiten.

Kaum sind sie auf der Welt, nehmen Babys tagtäglich Unmengen neuer Eindrücke und Informationen auf. Oft schwirren diese Bilder noch abends durch ihre kleinen Köpfchen und sie finden einfach nicht zur Ruhe und in den Schlaf. Ist dein Baby etwa sechs Monate alt, kannst du ihm mit festen Abendritualen dabei helfen.

Feste Strukturen helfen deinem Kind

Überlege Dir zusammen mit deinem Partner, wie sich euer Abend für alle sinnvoll einteilen lässt. Wichtig ist, dass die Rituale für euch alle funktionieren. Am besten startet ihr mit dem Abendessen. Nehmt euch Zeit dafür, setzt euch alle an den Tisch und nehmt auch euer Baby mit. Redet über euren Tag und kommt langsam zur Ruhe. Euer Kind wird die Stimmung spüren. Bleibt auch nach dem Essen ruhig und beginnt keine wilden Spiele mehr.

Danach geht es ab ins Bad. Du kannst dein Kind im warmen Wasser baden, das fördert die Müdigkeit, oder einfach nur mit einem Waschlappen waschen. Ist der kleine Spatz erst einmal nackt, wirkt eine kurze Babymassage entspannend für Kind und Eltern. Danach heißt es wickeln, Schlafanzug und Schlafsack an - vielleicht singt ihr dabei ein paar beruhigende Schlaflieder. Das dürfen gern auch immer dieselben sein, Kinder lieben Wiederholungen. Wichtig ist vor allem, dass ihr euch Abend für Abend an den gleichen Ablauf haltet. Diese Struktur gibt den Kleinen Sicherheit und beruhigt sie – die Grundvoraussetzung für einen guten Schlaf.

Liebevoll in eine gute Nacht

Nach Bad und Wickeltisch geht es ab ins Bettchen, oder ins gemeinsame Familienbett, ganz wie ihr es am liebsten mögt. Ihr könnt auch kleinen Babys schon eine Geschichte vorlesen. Dabei geht es weniger um den Inhalt, sie lauschen dabei einfach Mamas oder Papas Stimme. Nach der Geschichte ist Kuschelzeit. Auch hier bietet es sich an zwei bis drei Schlaflieder zu singen. Danach gibt es einen dicken Kuss und ein liebevolles „Gute Nacht“, bevor ihr das Zimmer verlasst.

Nicht nur die Reihenfolge des Rituals ist wichtig, sondern auch, dass du es konsequent beendest und nicht hinauszögerst. Dein Kind lernt mit der Zeit wann Schluss ist und weiß dann, Mama und Papa lassen mich jetzt schlafen. Der wichtigste Tipp für junge Eltern ist aber: Seid entspannt und ruhig, wenn ihr euer Kind ins Bett bringt. Habt ihr einen schlechten Tag, überlasst das „ins Bett bringen“ lieber eurem Partner, denn euer Zwerg profitiert von der Ruhe und Gelassenheit. Klar, das ist nicht immer möglich. Aber wenn es irgendwie machbar ist, haltet euch daran. Denn die Schlafenszeit sollte ruhig und mit ganz viel Liebe, Geduld und Streicheleinheiten eingeläutet werden. So fühlt sich dein Baby rundum wohl und kann leichter loslassen.

Anfangs nicht zu viel erwarten

Manchmal zeigt sich, dass ein geschmiedeter Plan nach einigen Versuchen keinen Sinn mehr macht. Bessert ruhig nochmal nach, wenn ihr das Gefühl habt, dass ein anderer Ablauf sinnvoller ist. Habt ihr eure Struktur gefunden, bleibt aber unbedingt dabei. Seid nicht enttäuscht, wenn es anfangs noch nicht genau so klappt, wie ihr euch das vorstellt. Nach und nach wird sich euer Baby auf das Ritual einlassen und das Zubettgehen wird einfacher.

Von Lesen bis Singen: Einschlafrituale fürs Baby

Die "Gute Nacht" für dein Baby einläuten: Wie das am besten klappt, erfährst du hier.

MeinSpatz Gezwitscher

Ein schönes Abendritual ist es auch, mit dem Baby im Zimmer oder der Wohnung herumzugehen und verschiedenen Gegenständen eine gute Nacht zu wünschen: „Gute Nacht liebe Häschen-Lampe, gute Nacht Puppe, gute Nacht Bagger…“ Es suggeriert dem Kind, dass jetzt für alle Schlafenszeit ist. Sozusagen eine kleine Abschiedszeremonie für den Tag und die alltäglichen Begleiter des Babys.