Zu warm? Zu kalt? Wie ziehe ich mein Baby im Sommer an?

DONNERSTAG, 26.07.2018

Body, Strampler, Mütze, Jäckchen – oder doch lieber eine Schicht weglassen? Wir verraten Dir, welche Kleidung dein Baby im Sommer wirklich braucht.

Zum ersten Mal ein Baby anzuziehen ist schon kompliziert genug. Und dann ist da noch die Sache mit der Temperatur. Denn auch Babys haben bereits ein unterschiedliches Wärmeempfinden. Allerdings haben sie noch nicht die Möglichkeiten, sich auf Hitze oder Kälte einzustellen. Da hilft nur Schreien, um Hilfe zu bekommen.  

Temperatur kontrollieren

Für dich als Mama ist es hilfreich, immer wieder die Temperatur zu kontrollieren. Das geht am besten im Nacken. Ist dieser warm und trocken ist alles in Ordnung. Ist er feucht, ist es deinem Kind zu warm. Ziehe ihm einfach ein Teil aus und kontrolliere die Temperatur nach kurzer Zeit noch einmal. Auch rote Flecken auf der Haut oder ein rotes Gesicht zeigen, dass es deinem Baby zu warm ist. Ist der Nacken kalt, braucht es eine zusätzlich wärmende Schicht. Auch kalte Füße, blasse und bläuliche Haut oder Unruhe sind Zeichen dafür, dass Babys frieren. Kalte Hände hingegen deuten nicht darauf hin, dass es deinem Kind zu kalt ist. Die Hände sind weit weg vom Rumpf und die Blutzirkulation der Kleinen ist noch nicht so stark, so dass die Fingerchen schnell mal abkühlen. Das ist aber kein Grund zur Sorge und ganz normal. Ab etwa fünf Kilo werden die Zwerge übrigens langsam unempfindlicher gegen Temperaturschwankungen.

Sommerhitze: Ruhig auch mal nackig sein.

Bei Sonne und 30 Grad braucht dein Baby nur eine kurze Hose, T-Shirt oder einen Kurzarm-Body und einen Sonnenhut mit Nackenschutz. Natürliche Materialien wie Baumwolle lassen die Haut atmen und beugen einem Hitzestau vor. Halte dich mit deinem Baby auf jeden Fall im Schatten auf. Hautärzte empfehlen Kinder im ersten Jahr nicht der direkten Sonne auszusetzen. Die Haut deines Babys ist noch viel dünner als die eines Erwachsenen. Sie produziert zu wenig Melanin um sich selbst vor dem UV-Licht zu schützen. Außerhalb der Sonne dürfen Babys dann gern auch mal unten ohne an die frische Luft. Das tut der Haut im Windelbereich gut und hilft bei Problemen wie Windeldermatitis. Außerdem macht den Kleinen das nackige Herumstrampeln unglaublich viel Spaß.

Kleidung in der Trage

Gerade im Sommer schwitzt dein Baby in der Trage besonders schnell. Denn zusätzlich zum festen Stoff der Trage kommt noch deine Körperwärme dazu. In einer heißen Sommerwohnung genügt eine Windel für dein Kind. Gehst du nach draußen, solltest du auf sehr dünne Stoffe setzen, damit Arme und Beine vor der Sonne geschützt sind. Beginnt dein Baby in der Trage zu schwitzen, lege es lieber in einen Kinderwagen mit Sonnensegel.

Kühle Tage: Ein Mützchen schützt die Ohren.

Wenn es windig oder kälter ist und sich Sonne und Wolken abwechseln, heißt es Zwiebellook. Über einen Kurzarmbody ziehst du am besten ein Langarmshirt und eine Hose und Söckchen. Eine Mütze sowie eine leichte Weste oder Strickjacke sollten auch in der Wickeltasche Platz finden. Bei Wind brauchen Neugeborene auch im Sommer ein Mützchen, das die Ohren schützt. Ihr Gehörgang ist noch so kurz, dass sie sich schnell eine Mittelohrentzündung holen. Gerade bei unbeständigem Wetter ist es wichtig, dass du die Temperatur deines Kindes im Nacken öfter prüfst und die Kleidung gegebenenfalls anpasst.

Heiße Nächte: Schlafsack oder nur Body?

Jeder weiß, das Schlafen bei Hitze oft schwer fällt. Das gilt auch für Babys. Im Regelfall genügen ein kurzärmeliger Body und ein leichter Sommerschlafsack. Das ist warm genug. Praktisch sind zum Beispiel die Baby-Mäxchen von Alvi. Sie bestehen aus drei Teilen und lassen sich je nach Temperatur zusammenstellen. Prüfe auch in der Nacht beim Füttern und Windelwechseln, ob deinem Kind vielleicht zu kalt oder zu warm ist. 

Wie du dein Baby im Winter anziehst, erfährst du in diesem Artikel.

Baby im Sommer anziehen pin

Als Mama ist man ständig um das Wohl des Säuglings besorgt. Ist es ihm zu heiß oder zu kalt? Und dauernd steht man vor der Frage: Wie warm ziehe ich mein Baby an? 

"MeinSpatz Gezwitscher"

Eine einfache Faustregel für das Anziehen von Neugeborene ist: Ziehe deinem Kind immer ein Kleidungsstück mehr an, als dir selbst. Dann bist du schon mal auf der sicheren Seite. Aber schon nach ein paar Wochen können ihre Babys meistens die Temperatur ganz gut halten. Dann reicht es sie so anzuziehen, wie du dich selber anziehst. Wann dieser Zeitpunkt kommt, ist bei jedem Baby allerdings unterschiedlich. Mit der regelmäßigen Prüfung der Temperatur im Nacken, kannst du das aber ganz einfach herausfinden. Eine Mama aus der Redaktion packte immer zwei Garnituren für kaltes und zwei Garnituren für warmes Wetter in die Wickeltasche. Die Tasche war dann zwar ordentlich voll, aber sie fühlte sich damit sicherer und konnte ihr Baby je nach Temperatur an- und ausziehen.