Das solltest du bei einer Hausgeburt beachten

MITTWOCH, 29.11.2017

Die Geburt in den eigenen vier Wänden ist ein außergewöhnliches Erlebnis. Viele Schwangere können sich im familiären Umfeld besser entspannen.

Hast du dich für eine Hausgeburt entschieden? Jetzt musst du abklären, ob sie für dich überhaupt in Frage kommt. Dabei hilft dir dein Frauenarzt. Hat dein Arzt Bedenken, wird er dir davon abraten. Liegt eine normale unkomplizierte Schwangerschaft vor, spricht nichts dagegen.

Vorbereitungen für eine Hausgeburt

Dann darfst du dich jetzt auf die Suche nach einer Hebamme machen, denn nicht alle Geburtshelferinnen führen auch Hausgeburten durch. Deine Hebamme wird dich gut beraten und dir dabei helfen, die Geburt wunderbar vorzubereiten. Für den Fall, dass es zu Komplikationen kommt, melde dich sicherheitshalber in der nächstgelegenen Klinik an und hinterlege deine persönlichen Daten. Im Notfall geht es dann ganz schnell und unbürokratisch. Mach dich vorher mit dem Gedanken vertraut, dass die Geburt zu Hause möglicherweise abgebrochen werden muss, wenn es für dich oder das Kind gefährlich wird.

Gibt es noch Geschwister oder Haustiere, die am Tag der Geburt versorgt werden müssen? Dann überlege Dir, wer sie während der Geburt betreut. Denn manchen Kindern macht es Angst, Mamis Schmerzen zu sehen. Andere wiederum legen sich sogar zu ihrer Mama und streicheln sie. Das kannst du am besten einschätzen.

Überlege Dir, in welchem Zimmer du dein Kind zur Welt bringen möchtest. Es muss nicht zwingend das Schlafzimmer sein. Wichtig ist nur, dass der Raum groß genug ist und die Hebamme dich von allen Seiten erreichen kann. Dein Geburtszimmer muss beheizbar sein und ein teurer Holzfußboden oder Teppich sollte mit einer schützenden Plane abgedeckt werden. Mach Dir den Raum so kuschelig und schön wie du magst, egal ob mit Duftlampe, Kissen oder Kerzen. Viele Schwangere empfinden warmes Wasser während den Wehen als entspannend. Bereite also das Badezimmer entsprechend vor. Auch eine Wassergeburt zu Hause ist möglich. Hast du keine Badewanne oder ist sie dir zu klein? Dann ist ein Geburtspool vielleicht das Richtige für dich.

Das brauchst du für die Geburt

Zu den Klassikern bei einer Geburt gehören Handtücher und Waschlappen, eine Schüssel mit warmem Wasser zum Waschen, ein Massageöl, eventuell eine Wärmflasche und warme Socken. Dein kleiner Spatz freut sich über einen Wärmestrahler, wenn er aus Mamas Bauch schlüpft. Deine Hebamme bringt alles mit, was sie für die Geburt braucht. Du sorgst für ein kleines Tischchen und genügend Licht. Für das Wochenbett empfehlen sich wasserdichte Betteinlagen oder Handtücher als Unterlage, auch dicke Binden, Netzhöschen und Stilleinlagen sollten nicht fehlen.

Verpflegung nach der Geburt

Vor der Geburt ist Großeinkauf angesagt: Wasser, Säften, allerlei Leckereien und viel Obst und Gemüse. Vielleicht können die Großeltern oder Freunde etwas vorkochen, dass du einfrieren und auftauen kannst? So kommst du als frischgebackene Mami wieder zu Kräften, dein Partner kann immer an deiner Seite bleiben und ihr könnt die ersten Stunden und Tage mit dem Neugeborenen in eurem Zuhause einfach nur genießen.

Mit ein wenig Vorbereitung wird deine Haugeburt mit Sicherheit ein unglaubliches und sehr persönliches Erlebnis.

Was ist bei einer Hausgeburt zu beachten?

Auch eine Wassergeburt zu Hause ist möglich.

MeinSpatz Gezwitscher

Genau wie bei einer Klinikgeburt, werden auch die Kosten einer Hausgeburt von der Krankenkasse übernommen. Für die Rufbereitschaft der Hebamme rund um den errechneten Geburtstermin fällt meistens eine Pauschale an.