Das muss dein Partner während der Geburt aushalten

MITTWOCH, 25.10.2017

Während einer Geburt muss nicht nur die werdende Mama so einiges durchmachen! Auch der Partner erlebt Dinge, die er sich so wahrscheinlich nicht vorgestellt hat …

Ein werdender Vater, der seine Frau nicht zur Geburt in den Kreißsaal begleitet? Heutzutage kaum noch vorstellbar. Viele Männer fühlen sich bei der Geburt nutzlos. Das sind sie aber nicht! Schon alleine, dass jemand da ist, auch wenn derjenige nicht viel tun kann, ist wichtig. Gerade bei der ersten Geburt ist die werdende Mama sehr unsicher, was auf sie zukommt. Und wer ist in so einer Situation denn schon gerne alleine? Aber gerade deshalb sollte sich dein Partner vorher auf einiges gefasst machen.

„So kenn ich dich ja gar nicht“

Werdenden Mamas ist irgendwann einfach alles egal. Spätestens wenn die Presswehen einsetzen hat Frau keine Lust mehr, sich um irgendwelche Höflichkeitsfloskeln oder gar ihr Aussehen Gedanken zu machen. Sie schwitzt, schreit, heult – und das hemmungslos! Schamgefühl? Fehlanzeige. Aber keine Sorge: Kaum hältst du dein Baby in den Armen, wirst du wieder zu dem gewohnt sanften Wesen, das du ja eigentlich bist. Zumindest vorübergehend …

Finger weg!

Es ist total lieb gemeint, wenn dir dein Partner durch sanfte Massagen ein wenig Linderung von den Wehenschmerzen verschaffen will. Allerdings ist genau das manchmal genau falsch. Viele Frauen reagieren unter der Geburt extrem sensibel auf Berührung und stoßen möglicherweise den Bald-Papi einfach von sich. Nur, um ihn wenige Sekunden später anzuschreien, dass er gefälligst ihre Hand halten soll.

Keine Tipps!

Wer auch immer in eurer Beziehung die Hosen anhat: Im Kreißsaal gibst ausschließlich du den Ton an. Ok, vielleicht darf die Hebamme zwischendurch mal einen Vorschlag machen. Aber sicher nicht der werdende Vater. Auch wenn er beim letzten Triathlon bis an seine Schmerzgrenze gegangen ist: Er hat null Ahnung, wie krass Geburtsschmerzen sind! Und nein, es ist nicht zielführend, der Mutter zu sagen, dass sie doch mal ein wenig lockerlassen soll.

Wüste Beschimpfungen

Von „Du bist schuld, dass ich jetzt hier liege“ bis hin zu massiven Kraftausdrücken: Werdende Väter müssen sich manchmal so einiges anhören. Das sollte keiner allzu ernst nehmen. Viele Mamas können sich nach der Geburt nicht einmal mehr daran erinnern, dass sie ihren Liebsten beschimpft haben.

Natürlich machen wir Frauen die Hauptarbeit bei einer Geburt  –  das ist unbestritten. Aber auch der Partner befindet sich in einer schwierigen Situation. Er muss nicht nur deine Reaktionen wegstecken, sondern auch die Tatsache, dass er dir bei der Schmerzbewältigung nicht wirklich helfen kann. Also sei nicht zu streng mit ihm, wenn er zwischendurch vielleicht mal überfordert ist.

Der Partner macht bei der Geburt auch einiges mit pin

Auch Männer werden bei der Geburt gebraucht - zum Händchenhalten und als emotionale Stütze.

Das sagt die Redaktion

Getränke und Essen für die Begleitperson sollten von zu Hause mitgebracht werden. Gerade Nachts gibt es wenig Möglichkeiten sich das im Krankenhaus zu organisieren.