Alles über Geburtsschmerzen

MITTWOCH, 25.10.2017

Eine Geburt tut weh. Doch wie genau fühlen sich diese Schmerzen an? Und empfinden sie alle Frauen gleich intensiv?

Du hast Angst vor der Geburt und den Schmerzen, die dich erwarten? Egal, wie schmerzhaft es wird: Am Ende wirst du mit einem wundervollen neuen Leben belohnt. Und ja: Du wirst es merken, wenn du echte Geburtsschmerzen hast …

Die Eröffnungsphase

Kommst du mit Wehen in die Klinik, ist der Muttermund meist schon zwei bis drei Zentimeter weit geöffnet. Bei jeder Wehe wird der Gebärmutterhals mehr in den Uterus hineingezogen. Während der Eröffnungsphase kannst du noch – mehr oder weniger gut – gehen. Häufig schicken dich die Hebammen noch auf einen kleinen Spaziergang. Irgendwann wird dir jede Bewegung schwerer fallen, die Schmerzen werden stärker. Wenn der Muttermund acht Zentimeter weit offen ist, beginnt die nächste Phase. Übrigens: Das Abtasten des Muttermundes fühlt sich in etwa so an, wie die Krebsvorsorge beim Frauenarzt. Davor brauchst du also echt keine Angst zu haben.

Die Übergangsphase

Nur noch zwei Zentimeter, dann ist der Muttermund so weit offen, wie er für die Geburt sein muss. Mach dir das immer wieder bewusst – denn gerade diese Phase ist oft besonders hart. Die Wehen sind kaum noch zum Aushalten, muttermundtechnisch geht vielleicht lange Zeit auch nichts voran. Das Köpfchen deines Babys muss sich jetzt in die richtige Position drehen. Die Hebamme gibt dir gerne Tipps, in welcher Position du dein Kind optimal unterstützt und wie vielleicht die Schmerzen ein wenig gelindert werden können.

Die Austreibungsphase

Du fühlst einen Druck, als ob du gleich zur Toilette müsstest? Nur schmerzhafter? Gut so! Denn dann hat die sogenannte Austreibungsphase begonnen. Jetzt ist nicht mehr „nur“ Wehen veratmen und Schmerzen ertragen angesagt: Höre auf deinen Körper und schiebe das Baby mit jeder Wehe ein Stück weiter nach vorne.

Die Nachgeburtsphase

Es ist geschafft! Dein Baby ist da! Geht es dem Kind gut, legt es dir die Hebamme gleich in den Arm. Meist fängt es schon nach kurzer Zeit an, an der Brust zu saugen. Was gut ist – denn die Plazenta muss auch noch raus. Und die wird durch das Saugen des Babys gelöst und nach draußen geschoben. Keine Sorge: Du wirst zwar noch eine Wehe spüren, die die Nachgeburt „rausspült“, im Vergleich zu allen vorangegangenen Wehen ist die aber wirklich kaum der Rede wert.

Wie schmerzhaft eine Geburt ist, hängt natürlich auch von ihrer Dauer ab und ob es unter der Geburt zu Komplikationen kommt. Außerdem spielt auch dein individuelles Schmerzempfinden eine Rolle. Das Wichtigste ist aber, dass du nicht vergisst, warum du das alles mitmachst – dein Baby wird dich dafür mehr als entschädigen!

Geburtsschmerzen pin

Geburtsschmerzen zu beschreiben ist unmöglich, weil jeder sie anders empfindet. Aber trotzdem gibt es eine Menge darüber zu sagen.

Das sagt die Redaktion

Die Geburt ist eine Naturgewalt. Jeder empfindet sie anders. Vom unglaublichen Erlebnis bis hin zur schlimmsten Nacht des Lebens. Sich davor verrückt zu machen bringt nichts, denn es kommt wie es kommt. Du schaffst das!