Senkwehen: Ab wann und woran erkennst du sie?

SONNTAG, 25.08.2019 Julia M.

Senkwehen sind ein Indiz dafür, dass deine Schwangerschaft sich dem Ende neigt. Und vielleicht fragst du dich: Wie fühlen sich Senkwehen genau an und wie kannst du sie von Übungs- und echten Wehen unterscheiden?

Du bist gerade hochschwanger und fieberst mit Spannung der Geburt deines Babys entgegen. Eine aufregende Zeit, die auch von vielen Begleitsymptomen gezeichnet ist. Schließlich bereitet sich dein Körper auf die bevorstehende Geburt vor. Deine Gebärmutter zieht sich während der gesamten Schwangerschaft immer wieder zusammen, was manche Frauen als leichte Kontraktionen spüren. Aus diesen werden am Ende die echten Geburtswehen, doch diesen gehen bereits Übungs- und Senkwehen voran.

Senkwehen: ab wann treten sie auf?

Sobald du im dritten Trimester bist, wirst du immer wieder bemerken, dass du einen ganz harten Bauch bekommst. Das liegt an den so genannten Übungswehen, die zwischen der 20. und 25. Schwangerschaftswoche beginnen. Etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche gehen diese dann in die Senkwehen über. Bei jeder Frau treten sie mit einer unterschiedlichen Intensität und Dauer auf, manche Frauen bemerken von ihnen sogar gar nichts. Trotzdem gibt es einige allgemeine Indizien, an denen du sie bemerken kannst.

So fühlen sich Senkwehen an

Senkwehen dauern etwa 30 Sekunden bis zu einer Minute. Zwischen den einzelnen Senkwehen liegen in etwa 15 Minuten oder mehr, da Senkwehen über mehrere Stunden eher unregelmäßig auftreten. Während manche Frauen von ihnen gar nichts spüren, bemerken andere sie durch ein Ziehen im Rücken und Unterleib, das bis in die Oberschenkel spürbar sein kann. Sie fühlen sich also ähnlich wie Menstruationsschmerzen an. Übungswehen spürst du im Gegensatz meist gar nicht.

Deswegen hast du Senkwehen

Senkwehen bereiten dich bzw. deine Gebärmutter unmittelbar auf die Geburt vor. Dein Baby rutscht durch die Kontraktionen immer tiefer ins Becken und nimmt damit seine Geburtsposition ein. Zudem bewegt sich dein Gebärmutterhals von der Kreuzbeinhöhle in Richtung Schambereich. Manche Frauen bemerken diese Veränderungen durch Beschwerden und Schmerzen, da etwa der Druck des Köpfchens am Beckenknochen, den Bändern und den Knorpelverbindungen im Becken reibt. Manche spüren auch ein Stechen in der Vagina. Um diese Schmerzen zu lindern, können sanfte Massagen oder eine Wärmflasche helfen.

Diese Vorgänge haben aber auch positive Effekte: Da dein Baby sich tiefer ins Becken bewegt, drückt es nicht mehr so sehr auf die Lunge und du bekommst besser Luft. Solltest du unter Sodbrennen leiden, so kann auch dieses jetzt weniger werden. Vorsicht ist geboten, wenn deine Übungs- und Senkwehen konstant vorhanden sind. Sie sind zwar in den letzten Wochen vor der Geburt ganz normal, sollten aber immer mal wieder aufhören. Sollte das nicht der Fall sein, solltest du dir Rat von deinem Arzt einholen um abzuklären, ob alles in Ordnung ist.

Senkwehen vs. Geburtswehen: Daran erkennst du den Unterschied

Vor allem wenn du unter starken Senkwehen leidest kann es passieren, dass du sie mit Geburtswehen verwechselst. Das ist völlig normal, vor allem falls es deine erste Geburt ist. Wenn du dir unsicher bist, frag am besten bei deinem Arzt, deiner Hebamme oder im Krankenhaus nach.  Aufschluss kann aber auch ein warmes Bad geben: Falls deine Wehen dadurch stärker werden, dann handelt es sich höchst wahrscheinlich um Geburtswehen. Falls sie wieder verschwinden, dann sind es wohl nur Senkwehen. Geburtswehen erkennst du vor allem daran, dass sie intensiver sind und die Abstände immer kürzer und vor allem regelmäßiger werden. Dann heißt es: ab ins Krankenhaus!

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Wie fühlen sich eigentlich Senkwehen an und woran kannst du sie von echten Geburtswehen unterscheiden?

MeinSpatz Gezwitscher

Wie du siehst sind die Senkwehen ein Zeichen dafür, dass es bald ernst wird und die Geburt deines kleinen Spatzes bevorsteht. Jetzt heißt es also Kliniktasche packen. Falls du ein bisschen damit überfordert bist, was in so eine Kliniktasche wirklich gehört, haben wir hier die ultimative Packliste für dich.

Julia M.

Die zweifache Mama könnte auf ihre geliebte Großstadt nie verzichten – und das trotz Familie und Hund. Wenn ihre wilden Jungs im Wald toben wollen, geht’s ab aufs Land zu Oma und Opa. Sie ist geschieden, aber glücklich liiert und liebt ihre Patchwork-Familie und die dreijährige Tochter ihres Freundes. Eigener Nachwuchs? Nicht ausgeschlossen.