Alles Wissenswerte über deinen Eisprung

MONTAG, 30.04.2018

Du willst schwanger werden? Dann helfen dir unsere Facts zum Thema Eisprung sicher weiter.

In deinem Körper reifen monatlich einige Eizellen in ihren Schutzhüllen, den sogenannten Follikeln, heran. Im Regelfall wird die dominierende von ihnen beim Eisprung, also der Ovulation, aus dem Eierstock gestoßen und wandert durch den Eileiter zur Gebärmutter (Uterus). Diese Vorgänge werden durch Hormone gesteuert.

Fruchtbare Tage

Während sich das reife Ei auf Wanderschaft befindet, bist du fruchtbar. Wenn also in dieser Zeit Samen auf das befruchtete Ei treffen, kannst du schwanger werden. Tatsächlich ist das Ei nur etwa 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Weil Spermien aber drei bis fünf Tage im weiblichen Körper überleben können, gelten sowohl drei Tage vor als auch ein Tag nach dem Eisprung als die fruchtbaren Tage.

Hormonwust

Nach deiner Regelblutung sorgt die Hirnanhangdrüse für die Produktion des follikelstimmulierenden Hormons, kurz: FSH. Sie regelt die Funktion der Eierstöcke. Durch das FSH reifen die Follikel in der ersten Zyklushälfte heran. Dabei wird Östrogen produziert, was den Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut hervorruft. Außerdem bildet sich bei hohem Östrogenspielgel, zum Zeitpunkt des Eisprungs, ein spermienfreundlicher (Zervix-) Schleim.

Ovulation

Das luteinisierende Hormon (LH) löst den Eisprung aus. Dein Körper bildet es schnell bei hohem Östrogenspiegel. Der dominante Follikel platzt und stößt die reife Eizelle aus dem Eierstock in den Eileiter.

Einnistung

Nach dem Eisprung schrumpft der leere Follikel im Eierstock. Er wird zum Gelbkörper und produziert Östrogen und Progesteron zum weiteren Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Sobald sich die Eizelle einnistet, produziert dein Körper das Schwangerschaftshormon hCG. Es hält den leeren Follikel aktiv bis die Plazenta weit genug ausgereift ist, um die Hormonproduktion zu übernehmen.

Fehlschlag

Wenn keine Befruchtung nach dem Eisprung stattfand, bildet sich der Gelbkörper wieder zurück. Das unbefruchtete Ei wird zusammen mit der Gebärmutterschleimhaut bei der nächsten Monatsblutung ausgestoßen.

Messmethoden

Ob und wann dein Eisprung stattfindet, lässt sich mit verschiedenen Methoden herausfinden. Ein Ovulationstest misst beispielsweise die Konzentration des LH im Urin und zeigt dir den Höchststand an. Hilfreich ist auch das Messen der morgendlichen Basaltemperatur. Diese steigt kurz vor dem Eisprung an und bleibt bis zum Einsetzen der Periode auf diesem hohen Niveau.

Der richtige Zeitpunkt

Du willst deinen Eisprung sicher bestimmen? Dann solltest du deinen Zyklus genau kennen. Tatsächlich ist es nämlich eher selten, dass der Eisprung genau am 14. Tag des Zyklus stattfindet, wie oft angegeben. Die durchschnittliche Zykluslänge variiert zwischen 21 und 35 Tagen. Und dabei gibt es noch einige Faktoren, wie beispielsweise Stress, die die Länge deines Zyklus‘ beeinflussen können.

Kalendermethode

Bei der Bestimmung des Eisprungs per Kalendermethode nimmst du den ersten Tag der letzten Periode und addierst deine durchschnittliche Zykluslänge minus 15 Tage. Ein Beispiel: Der erste Tag deiner letzten Periode war der 1. Januar. Gehen wir davon aus, dass dein Zyklus 30 Tage lang ist. Dann findet dein Eisprung am 30. minus 15, also am 15. Tag deines Zyklus, was in unserem Beispiel dem 15. Januar entspricht, statt. Leider sind auch die 15 Tage der Lutealphase, also die Zeit zwischen Eisprung und Periode, nur ein Näherungswert. Sie kann zwischen 12 und 16 Tage dauern. Auf dieser Methode basieren beispielsweise zahlreiche Eisprungrechner im Internet.

Eisprungkalender

Wegen dieser Abweichungen von Frau zu Frau macht es Sinn, dass du deinen eigenen Eisprungkalender führst und diesen mit möglichst vielen Daten fütterst. Diese Infos sind besonders wichtig: Dauer deiner Periode, Beobachtungen zum Zervixschleim, Ergebnisse etwaiger Ovulationstests und Temperaturmessmethoden.

Am Wichtigsten ist aber, dass du dich nicht unter Druck setzen lässt. 

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Wie war das nochmal genau mit dem Eisprung? Alle wichtigen Facts zum Thema auf einen Blick: von Befruchtung bis Periode.

MeinSpatz Gezwitscher

Es gibt auch Messgeräte zur Bestimmung der fruchtbaren Tage. Sie arbeiten entweder mit der Temperaturmethode, einem Ovulationstest oder kombinieren beide Modelle. Besonders beliebt ist derzeit das Ava-Armband. Es wird zum Tracking von Zyklus und Fertilität im Schlaf verwendet. Die Daten werden dann per Handy ausgelesen.