Anzeichen für eine Schwangerschaft: Hat es geklappt?

MONTAG, 29.01.2018

Übelkeit, empfindliche Brüste, Ziehen im Unterbauch und Co. Bist du wirklich schwanger? Oder spielt dir dein Körper einen Streich?

Viele Frauen nehmen die ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft und die Veränderung ihres Körpers oft schon vor dem Ausbleiben der Monatsblutung wahr. Gerade wenn man sich Nachwuchst wünscht, achtet man auf die kleinsten Hinweise und freut sich manchmal leider zu früh. Denn die anfänglichen Schwangerschaftssymptome ähneln sehr stark den Beschwerden, die viele Frauen auch vor oder während ihrer Periode erleben. Die Anzeichen für eine Schwangerschaft können sehr unterschiedlich sein, ebenso wie deren Intensität.Treten mehrere Hinweise gemeinsam auf, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es mit der Befruchtung geklappt hat und du in wenigen Monaten ein Baby im Arm halten wirst. Aber was sind nun typische Schwangerschaftssymptome?

Übelkeit

Wer hat noch nicht von der berühmten Morgenübelkeit gehört?! Bei etwa der Hälfte aller werdenden Mütter tritt dieses Symptom bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft auf – oftmals am frühen Morgen. Aber auch zu jeder anderen Tageszeit kann sich die Übelkeit bemerkbar machen. Zum Glück verschwindet sie meistens ab der 16. Schwangerschaftswoche wieder.

Müdigkeit

Über extreme Müdigkeit oder Schwindelgefühle klagen viele Frauen. Schuld daran ist das Hormon Progesteron, das dich vor zu viel Aktionismus schützt und deinem Körper hilft, die Hormonumstellung besser zu verkraften. Dein erhöhtes Schlafbedürfnis pendelt sich etwa ab der 14. Woche wieder ein und du kannst mit neuer Energie deine Schwangerschaft genießen.

Brustempfindlichkeit

Schon wenige Tage nach der Befruchtung beginnen sich deine Brüste zu verändern. Um sich auf die Milchproduktion und das Stillen vorzubereiten, werden sie größer und oft auch empfindlicher. Außerdem verfärben sich die Brustwarzen häufig dunkler. Wenn du schon Kinder hast, fällt diese Veränderung möglicherweise geringer aus.

Häufiger Harndrang

Du musst auf einmal viel häufiger auf die Toilette als sonst? Auch das kann ein Anzeichen dafür sein, dass du schwanger bist. Hier steckt erneut das Hormon Progesteron dahinter. Es entspannt die Blasenmuskulatur und regt die Nierentätigkeit an, sodass mehr Urin produziert wird. Außerdem drückt deine wachsende Gebärmutter immer mehr auf die Blase. Sobald sie sich in den Bauchraum hinein verlagert hat, etwa in der 14. Schwangerschaftswoche, wird dein Harndrang wieder weniger. 

Veränderte Essgewohnheiten

Das starke Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln oder eine plötzliche Abneigung sind ein weiteres typisches Anzeichen dafür, dass du in anderen Umständen bist. Manche Frauen haben nun besonders großen Hunger, andere können ihr Lieblingsgericht nicht mehr sehen. Die Essgewohnheiten werden vor allem zu Beginn der Schwangerschaft ordentlich durcheinandergebracht. Das plötzliche Auftreten von Heißhungerattacken auf bestimmte, manchmal auch seltsame und nicht zueinander passende, Lebensmittel gehört bei etwa 85 Prozent der werdenden Mütter zum Alltag. Grund dafür ist, dass dein Körper genau weiß, was ihm fehlt und was deinem Baby guttut. Deshalb verlangt er entweder danach oder stößt es ab.

Ziehen im Unterbauch

Schon in den ersten Wochen einer Schwangerschaft verspüren viele werdende Mütter ein Ziehen im rechten und/oder linken Unterleib. Das liegt daran, dass sich die sogenannten Mutterbänder, die die Gebärmutter halten, bereits im Anfangsstadium der Schwangerschaft lockern.

Stimmungsschwankungen

Dein Hormonhaushalt ist im Ausnahmezustand? Dies kann zu extremen Stimmungsschwankungen führen. Wenn du in einem Augenblick der glücklichste Mensch der Welt bist und im nächsten Moment am liebsten heulen würdest, ist es durchaus möglich, dass du ein Baby erwartest. Schuld daran ist die Umstellung der Hormonproduktion. In der Schwangerschaft übernimmt der Mutterkuchen die Aufgabe der Hormonbildung, während dies bei einer nicht schwangeren Frau die Aufgabe der Eierstöcke ist. Diese Umstellung kann schnell zu einem Ungleichgewicht führen und damit deine Stimmung beeinflussen.

Ausbleiben der Menstruation

Das Ausbleiben der Menstruation ist wohl eines der deutlichsten Anzeichen. Vor allem, wenn du normalerweise einen sehr regelmäßigen Zyklus hast, ist deine Schwangerschaft so gut wie besiegelt und du solltest einen Test machen. In unsrem Artikel „So sicher ist ein Schwangerschaftstest wirklich“ erfährst du mehr zum Thema. Hast du allerdings einen unregelmäßigen Zyklus, Stress oder bist gerade angeschlagen oder krank, kann auch das für das Ausbleiben oder die Verspätung der Monatsblutung verantwortlich sein.

Positiver Schwangerschaftstest

Ein positiver Schwangerschaftstest ist das sicherste Zeichen für eine Schwangerschaft. Aber auch, wenn der Test „nicht schwanger“ anzeigt, ist es nicht ausgeschlossen, dass du schwanger bist. Das Hormon HCG, das von einem Schwangerschaftstest erfasst wird, ist bei vielen Frauen erst ein paar Wochen nach der Befruchtung nachweisbar.

Nicht alle diese Symptome müssen auftreten, wenn du schwanger bist. Und auch, wenn sie auftreten, sprechen sie nicht immer für eine Schwangerschaft, sondern können andere Ursachen haben. Insgesamt gilt aber: Je mehr dieser Symptome du zeitgleich an dir feststellst, umso wahrscheinlicher ist es, dass sich dein Kinderwunsch erfüllt. Hundertprozentige Sicherheit bekommst du allerdings erst, wenn dein Frauenarzt auf dem Ultraschallbild eine Fruchtblase oder bereits den Embryo sehen kann. 

Schwangerschafts-Symptome

Morgenübelkeit und empfindliche Brustwarzen - erste Anzeichen für eine Schwangerschaft findest du in unserem Artikel.

MeinSpatz Gezwitscher

Bei einer Kollegin war das ausschlaggebendste Anzeichen ihrer Schwangerschaft der Film Titanic, bzw. ihre Reaktion darauf. Sie hatte ihn vorher schon mehrmals gesehen und dabei immer ein paar Tränchen verdrückt. Aber dieses Mal liefen ihre regelrecht Sturzbäche aus den Augen. Und tatsächlich war ein heranwachsendes Leben dafür verantwortlich. Eine schöne Einstimmung auf das folgende Hormonchaos.