Bereit für ein Baby? So stark sollte eure Beziehung sein

MITTWOCH, 25.10.2017

Durchwachte Nächte, wenig Zeit für Zärtlichkeiten und Hormone, die völlig verrücktspielen. Wenn ihr ein Baby wollt, muss eure Partnerschaft einiges aushalten.

Ein Baby ist für viele Paare die Krönung ihrer Liebe. Es gilt manchmal schon als eine Art Beziehungsziel, auf das eine perfekte Partnerschaft zusteuert. Dabei ist ein Kind nicht immer die Erfüllung aller gemeinsamen Träume. Nicht selten ist das winzige Familienmitglied sogar der Grund für einen ordentlichen Krach. Ab jetzt müssen Mama und Papa zurückstecken. Vor allem als Paar. Ein Balanceakt, selbst für die harmonischste Beziehung. Deswegen solltet ihr euch die Frage stellen: Sind wir wirklich bereit für ein Kind?

Rettet ein Baby meine Beziehung?

Ganz ehrlich: Ein Baby ist kein Beziehungskitt. Frauen sind in der Schwangerschaft oft sehr emotional – der Hormone sei Dank. Wenn die Tränen plötzlich fließen, brauchen Schwangere viel Unterstützung und das Gefühl von Sicherheit, Beständigkeit und bedingungsloser Liebe. Der Partner muss zu 100 Prozent hinter der Entscheidung für ein Baby stehen. Das Warten aufs Baby, die neun Monate voller Spannung, die Gespräche und Pläne, die in dieser Zeit geschmiedet werden, schweißen Verliebte noch mehr zusammen. Für Paare, in deren Beziehung es öfter kriselt, kann diese magische Zeit hingegen zur Zerreißprobe werden. Das emotionale Auf und Ab, die vielen Erledigungen und die besonderen Bedürfnisse der Bald-Mami werden hier schnell zum Streitpunkt.
Ist der kleine Zwerg auf der Welt, ist Teamarbeit angesagt. Windeln wechseln, Baby trösten, Kinderwagen spazieren schieben: Wer sich die Arbeit aufteilt und Verständnis für den anderen zeigt, erlebt – trotz Schlafmangel und Sex-Entzug – eine der glücklichsten Zeiten in einer Beziehung. Das Würmchen ist die ersten Wochen der Mittelpunkt, alle anderen stehen hinten an. Zufriedene Paare stecken das locker weg. Aber Vorsicht: Steht die Liebe schon vorher auf der Kippe, kann diese Zeit zur Belastung werden. 

Vaterrolle vs. Mutterrolle

Ihr seid ab jetzt nicht mehr nur Paar – ihr seid Eltern! Mamis konzentrieren sich in dieser Zeit voll auf die Bedürfnisse des kleinen Bündels in ihrem Arm. Papas müssen jetzt stark sein. Das bedeutet: Mehr Gespräche über volle Windeln, weniger Zärtlichkeiten, weniger Sex, keine spontanen Party-Abende mit Freunden. Aber keine Bange, all das kommt wieder, sobald Mami und Papi in ihre neue Rolle hineingefunden haben.
Was richtig gut hilft: reden, reden, reden! Besprecht schon in der Schwangerschaft, was auf euch zukommt und wovor ihr Angst habt. Aber auch, was ihr gegenseitig von euch erwartet. Wie teilt ihr euch die nächtlichen Wachzeiten auf? Wo erhofft ihr euch Unterstützung? Wichtig ist, dass ihr neben der Elternrolle auch eure Paar-Beziehung nicht vernachlässigt. Denn schließlich ist euer Kind das Ergebnis eurer Liebe.

Bereit für ein Baby

Seid ihr bereit für Familie? Mit einem Baby steht das Leben Kopf.

Das sagt die Redaktion

Wir mögen den Spruch von Elisabeth Stone: „Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist von großer Tragweite. Denn man beschließt für alle Zeit, dass das eigene Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft.“