Ernährung und Co. - Das hilft beim Schwanger werden

MITTWOCH, 08.11.2017

Natürlich gibt es nicht das eine Wundermittel, das dich von heute auf morgen schwanger werden lässt. Aber mit ein paar kleinen Ernährungs- und Gesundheitstipps hilfst du deinem Kinderwunsch ein wenig auf die Sprünge.

Ernährung und Fruchtbarkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Erhält der weibliche Körper nicht die optimale Menge an Nährstoffen, stellt er die Fortpflanzungsfunktion ein, um keine zusätzlichen Ressourcen für eine anstrengende Schwangerschaft aufbringen zu müssen. Ähnliches gilt auch für Männer: Die Ernährung hat direkten Einfluss auf die Qualität der Spermien und somit auf die Manneskraft. Neben der Ernährung spielt auch das Körpergewicht eine entscheidende Rolle.

Über- und Untergewicht wirken sich negativ aus

Je näher du deinem persönlichen Idealgewicht bist, umso mehr steigen die Chancen schwanger zu werden. Unter- und Übergewicht erschweren dagegen eine Empfängnis und wirken sich negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Bei untergewichtigen Frauen bleibt womöglich der Eisprung aus, bei Übergewichtigen kommt es dagegen oft zu Funktionsstörungen der Eierstöcke. Es schadet daher nicht, wenn du auf dein Gewicht achtest. Beim Abnehmen ist es wichtig, dass du dich langsam und gesund deinem Idealgewicht näherst. Blitzdiäten verursachen Stress, worunter die Fruchtbarkeit zusätzlich leidet. Bevor du dich selbst auf Diät setzt, ist ein Gespräch mit deinem Hausarzt sinnvoll.

Gesunde Ernährung ist Trumpf

Eine ausgewogene Ernährung ist generell, aber vor allem auch bei Kinderwunsch das erklärte Ziel. Die Vollwerternährung versorgt deinen Körper optimal mit allen lebenswichtigen Nährstoffen:

  • Vitamine: viel Obst und Gemüse, egal ob frisch, tiefgefroren oder getrocknet
  • Eiweiß: Geflügel, weißes Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte und Nüsse
  • Kalzium: Milchprodukte wie Käse, Jogurt und frische Milch
  • Kohlenhydrate: Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln
  • Eisen: rotes Fleisch, grünes Blattgemüse und getrocknetes Obst

Vor allem pflanzliche Lebensmittel, die möglichst frisch und natürlich sind, sollten ganz oben auf deiner Liste stehen, wie Obst, Salat oder Nüsse. Den Verzehr tierischer Lebensmittel reduzierst du am besten ein wenig. Fleisch sollte maximal zweimal pro Woche gegessen werden, Fisch dagegen mindestens zweimal pro Woche. Lebensnotwendiges Eiweiß nimmst du laut Empfehlung zu zwei Dritteln aus Pflanzen und Getreide und zu einem Drittel aus Milchprodukten, Eiern, Nüssen, und Fleisch zu dir. Außerdem ist die Vollkornvariante die bessere Alternative zu Weißmehlprodukten. Empfehlenswert ist auch, viel zu trinken, besonders Wasser und Kräutertees. Kaffee und schwarzer Tee sollten auf zwei Tassen pro Tag beschränkt werden.

Verzichte so gut es geht auf Fett und Zucker. Ebenso auf Alkohol und Nikotin, da diese Genussgifte deinen Hormonhaushalt durcheinanderbringen und einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben.

Aufgefüllte Depots ermöglichen eine gesunde Entwicklung des Babys

Um eine Schwangerschaft zu begünstigen, sollten deine Depots aufgefüllt sein. Vor allem Eisen und Kalzium sind notwendig, um deinem Baby eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen. Ein aufgefülltes Kalzium-Lager ist entscheidend, sonst bedient sich der Körper an den Knochen der Mama, um den Embryo ausreichend mit Kalzium zu versorgen. Dies kann zu körperlichen Beeinträchtigungen der Mutter nach der Geburt führen. Wenn du lange Zeit hormonell verhütet hast, besteht zudem die Gefahr eines Folsäure-Mangels, den du unbedingt ausgleichen solltest. Dieses Vitamin ist zu Beginn deiner Schwangerschaft entscheidend für die Zellteilung des Embryos und kann Fehlbildungen verhindern. Also ran an den Speck… nein, Entschuldigung, an den Spinat! Außerdem steckt Folsäure noch in Grünkohl, Zitrusfrüchten, Nüssen und Vollkornprodukten.

Die Nährstoffe Eisen, Kalzium und Folsäure steigern zwar nicht direkt deine Fruchtbarkeit, sind aber wichtig, um deinem Baby ein gesundes Heranwachsen im Bauch zu ermöglichen.

Zink und Vitamine unterstützen deinen Kinderwunsch

Das Spurenelement Zink sorgt für einen regelmäßigen Zyklus, der bei Kinderwunsch besonders wichtig ist. Kalbfleisch, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Käsesorten wie Gouda oder Edamer und Meeresfrüchte beispielsweise Garnelen versorgen deinen Körper mit ausreichend Zink. Bei Männern regt das Spurenelement die Bildung des Sexualhormons Testosteron an und bewirkt eine erhöhte Samenproduktion und eine Steigerung der Beweglichkeit.

Noch wichtiger als Zink sind Vitamine. Vitamin E steckt in Olivenöl, Erdnüssen oder Mandeln. Ein Mangel kann dazu führen, dass sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter einnistet und abgestoßen wird. Aber Vorsicht: Auch eine Überdosierung ist nicht ratsam! Vitamin C, das in Paprika, Kiwi und Orangensaft steckt, regt wichtige Stoffwechselprozesse an, sorgt für ein gesundes Immunsystem und hilft dem Körper Nährstoffe wie Eisen besser aufzunehmen.

Vergiss den Spaß beim Babymachen nicht

Wie bereits erwähnt, gibt es das eine Wundermittel zum Schwanger werden nicht. Es ist das Zusammenspiel einer ausgewogenen Ernährung, das den Körper bei einem Kinderwunsch optimal unterstützt. Wenn es nicht sofort klappt: Setz dich nicht unter Druck. Schwanger werden braucht eben manchmal seine Zeit.

Ernährung bei Kinderwunsch pin

Avocado soll dank Vitamin E die Fruchtbarkeit erhöhen.

MeinSpatz Gezwitscher

Hier kommt der Grund auch Schokolade (richtig gelesen!) in den Speiseplan aufzunehmen: Schon die Azteken wussten über die aphrodisierende Wirkung Bescheid. Schokolade enthält den hirneigenen Botenstoff Phenylethylamin und der versetzt uns in einen verliebtheitsähnlichen Glückszustand. Na das kann beim Babymachen ja nicht schaden…