Beeinflusst die Sexstellung das Geschlecht des Babys?

DONNERSTAG, 19.10.2017

Mädchen oder Junge? Schon lange Zeit bevor wir uns Gedanken über die Kinderplanung machen, haben wir einen (zumindest unbewussten) Wunsch, welches Geschlecht unser Baby einmal haben soll. Beeinflussen lässt sich diese Entscheidung jedoch nicht. Oder vielleicht doch? Es gibt etliche Theorien und Mythen, die besagen, dass unter anderem die Sexstellung ausschlaggebend für das spätere Geschlecht des Babys sein soll. Wir verraten dir, was es wirklich damit auf sich hat.

Bereits die alten Griechen legten sich beim Geschlechtsakt gerne entweder auf die linke oder auf die rechte Seite, um einen Jungen oder ein Mädchen zu zeugen. Auch heute halten sich einige Mythen hartnäckig. Demnach soll die Chance auf weiblichen Nachwuchs beim Sex in der Missionarsstellung größer sein. Die Wahrscheinlichkeit einen Jungen zu bekommen soll hingegen steigen, wenn der Geschlechtsakt von hinten vollzogen wird. Klingt recht simpel -  doch ganz so einfach ist es leider nicht, denn diese Theorien sind schlichtweg ein Irrglaube.

Das kann die Geschlechterwahl wirklich beeinflussen

Die Geschlechterwahl des Kindes lässt sich nicht zu 100 Prozent beeinflussen und schon gar nicht durch irgendwelche Sexstellungen. Es gibt jedoch tatsächlich einige Faktoren, die begünstigen können, ob sich weibliche oder männliche Spermien in der Eizelle einnisten. Der Forscher Dr. Landrum B. Shettles hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass vor allem der Zeitraum um den Eisprung der Frau eine entscheidende Rolle beim Kinderkriegen spielt. Wer demnach vier bis einen Tag vor dem Eisprung Sex hat, erhöht die Wahrscheinlichkeit ein Mädchen zu bekommen. Denn die weiblichen Spermien mit X-Chromosom sind zwar langsamer als ihre männlichen Gegenspieler, dafür aber deutlich überlebensfähiger. Außerdem ist zu diesem Zeitpunkt das Scheidenmilieu sauer und somit besonders günstig für X-Spermien.

Die besten Aussichten, um einen Jungen zu zeugen, habt ihr dann, wenn der Sex genau am Tag des Eisprungs stattfindet. Die männlichen Spermien mit Y-Chromosom sind zwar deutlich kleiner und schwächer als die weiblichen, dafür aber auch schneller. So haben die männlichen Samenzellen am Tag der Ovulation eine höhere Chance, die weiblichen zu überholen und schneller in die Eizelle einzudringen.

Shettles Theorie ist zwar eine Möglichkeit, jedoch noch lange keine Garantie dafür, ob ihr nun einen Jungen oder ein Mädchen bekommt. Und letztendlich spielt das Geschlecht des Babys auch gar keine Rolle. Das Wichtigste ist schließlich, dass es überhaupt klappt und der neue Erdenbürger gesund ist!

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Junge oder Mädchen? Sex kann das Geschlecht des Babys beeinflussen - der Zeitpunkt macht´s.

Das sagt die Redaktion

Euer Liebster soll sich richtig ins Zeug legen, denn der weibliche Orgasmus hilft den kleinen Spermien. Der Beckenboden zieht dabei rhythmisch zusammen und pumpt dadurch das Sperma zum Ziel. Timing ist alles.