Wie viel "kostet" ein Baby?

MITTWOCH, 10.10.2018

Kinderwagen, Strampler, Windeln: Diese Ausgaben kommen durch dein Baby auf dich zu, für die Erstausstattung und als laufende Kosten. 

Natürlich ist ein Kind zu bekommen und aufzuziehen eines der schönsten Erlebnisse auf dieser Welt. Aber mal ehrlich: Das günstigste Vergnügen ist es nicht gerade. So klein ein Neugeborenes auch ist: Der Berg an Anschaffungen ist groß, gerade dann, wenn du das erste Mal Mama wirst. Das fängt bei der Umstandsmode an: Du wirst schon in der Schwangerschaft größere BHs benötigen, natürlich auch weitere Hosen und Oberteile, nach der Geburt dann noch größere Still-BHs, Stilleinlagen und Binden für den Wochenfluss. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Kostenblock sind die Einkommenseinbußen während deiner Elternzeit. Und da wäre auch noch der Platzbedarf. Soll der kleine Spatz ein eigenes Zimmer bekommen muss eines freigeräumt werden. Ist nicht genug Platz, steht bei manchen Familien ein Umzug in eine größere und teurere Wohnung oder gar in das Eigenheim mit Garten an. Stehst du nachts zum Stillen oder fürs Fläschchen auf, regelst du in der kalten Jahreszeit die Heizung nicht wie sonst herunter, womit die Nebenkosten spürbar steigen. Auch der Wasser- und Stromverbrauch erhöht sich, weil du deutlich öfter Wäsche wäschst. Babys spucken jede Menge, auf ihre eigenen und bevorzugt auch auf Mamas Sachen. Außerdem schwitzt du nach der Geburt verstärkt. Tipp: Eine kleine Heizdecke auf dem Wickelplatz entspannt dein Baby und dich zugleich – ganz im Gegensatz zu einem Heizstrahler, der vor allem dich wärmt.

Anschaffungen und kein Ende in Sicht

Kommen wir nun zu den direkten Kosten, die dein Baby verursacht. Du brauchst einen Kinderwagen und/oder ein Wickeltuch beziehungsweise eine Trage, außerdem eine Babyschale, wenn du dein Baby im Auto transportieren willst. Dann benötigst Du ein Bettchen oder Stubenwagen für dein Neugeborenes, dafür auch Matratze und Schlafsack. Und natürlich Anziehsachen und Berge von Windeln, egal ob aus Stoff oder zum Wegwerfen.

Selbst ist die Mama

Wenn du stillst, sparst du viel Geld, welches ansonsten für Milchpulver anfällt. Wobei der finanzielle Aspekt nicht deine Entscheidung für oder gegen Stillen bestimmen sollte, sondern vor allem dein Bauchgefühl. Babyfläschchen und Sauger braucht aber jedes Baby, allein für Wasser oder Tee und nach dem Abstillen. Kommt etwa nach dem 4. Monat die Zeit für Beikost, sind Brei und Obst aus dem Gläschen zwar bequem aber teuer. Günstiger ist selbstgemachtes Essen für deinen Spatz. Du brauchst schließlich anfangs nur eine gekochte Kartoffel pro Mahlzeit, eine Möhre oder Zucchini, ein kleines Schälchen Grießbrei, einen geriebenen Apfel oder eine gequetschte Banane.  

Erstklassiges aus zweiter Hand

Babys wachsen im ersten Jahr in Rekordgeschwindigkeit. Die Anziehsachen werden dabei kaum abgenutzt. Entsprechend neuwertig bekommst du gebrauchte Kindersachen in kleinen Größen günstig als Secondhandware. Da junge Eltern oft viel zu viel geschenkt bekommen oder selbst kaufen, gibt es häufig sogar ungetragene Babysachen stapelweise für kleines Geld auf dem Flohmarkt oder bei Ebay. Das gilt auch für die großen Gegenstände, die jeder irgendwann wieder los sein will, wie Stillkissen, Stubenwagen, Babybettchen, Kinderwagen, Babyschale, Babywippe oder Wickelkommode. Sie sind oft in gutem Zustand günstig zu haben. Gönn dir von dem gesparten Geld lieber einen Babysitter und tanke deine Kraftreserven wieder auf. Dein Baby hat von einer entspannten Mama deutlich mehr als von materieller Bestversorgung.

So viel Geld kostet ein Baby im Monat

Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass selbst sparsame junge Eltern im ersten Lebensjahr ihres Babys durchschnittlich rund 3.000 Euro für den Familienzuwachs ausgeben, bis zur Einschulung steigen die Kosten für das Kind auf 5.600 Euro jährlich. Das Neugeborene braucht davon im Schnitt allein 50 Euro pro Monat für Windeln und Pflegeprodukte, weitere 50 für Milchpulver, 50 für Beikost und 50 für neue Strampler und Schnuller. Die Erstausstattung verschlingt meist nochmal ein paar hundert Euro. Da zahlt es sich schnell aus, wenn du von anderen etwas "erben" kannst. Allerdings, und das wird dir jede Mami bestätigen, ist das Glück, das ein Kind in dein Leben bringt, mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. 

Wie viel "kostet" ein Baby? pin

Bei der Überlegung, ob man ein Kind möchte, spielt auch die finanzielle Seite eine Rolle. Aber wie viel "kostet" ein Baby denn jetzt genau?

MeinSpatz Gezwitscher

Ganz ohne finanzielle Unterstützung stehst du natürlich nicht da. Auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  kannst du nachlesen, welche finanziellen Mittel dir der Staat zur Verfügung stellt. Einen schnellen Überblick über die Leitungen bekommst du über das Infotool des Ministeriums.