Zervixschleim: Finde heraus, wann du fruchtbar bist

DONNERSTAG, 15.02.2018

Du brauchst nicht unbedingt einen Ovulationstest, um die fruchtbaren Tage zu bestimmen. Dein Körper zeigt dir, wann die Chancen für eine Befruchtung steigen.

Schon einmal etwas von „Zervixschleim“ gehört? Nein? Aber bemerkt hast du ihn auf jeden Fall. Es handelt sich dabei um das Sekret, das an bestimmten Tagen deines Zyklus‘ aus deiner Scheide herausfließt. Die Konsistenz verändert sich dabei: von zäh und weiß über klebrig bis fadenziehend und durchsichtig. Ja, das ist jetzt vielleicht nicht das angenehmste Thema… Aber genau diese Unterschiede in der Beschaffenheit geben Aufschluss über deine fruchtbaren Tage. Es lohnt sich also, sich damit zu beschäftigen!

Der weibliche Zyklus

Im Durchschnitt dauert ein weiblicher Zyklus etwa 28 Tage, aber auch 32 Tage sind normal. Dabei gilt: Dein Zyklus beginnt mit dem ersten Tag deiner Regel und endet mit dem Eintreten der nächsten Blutung. Bei einem normalen 28-Tage-Zyklus findet etwa am 14. Tag der Eisprung statt. 12 bis 24 Stunden danach kann es zu einer erfolgreichen Befruchtung kommen. Da Spermien aber bis zu 72 Stunden im Körper der Frau überleben können, kann auch Sex vor dem Eisprung zum Erfolg führen. Allerdings können Stress und unbemerkte Infektionen, sowie der psychische Druck ein Kind zu zeugen, den empfindlichen Zyklus durcheinanderbringen.

Was ist Zervixschleim?

Das wichtige Körpersekret wird in den Drüsen deines Gebärmutterhalses gebildet. Es legt sich als eine Art Pfropf über die Gebärmutter und verhindert so, dass keine Bakterien eindringen können. Kommen die fruchtbaren Tage, wandert der Zervixschleim vom Muttermund in Richtung Scheideneingang. Jetzt kann es sein, dass du das Sekret bereits bemerkst. Es zeigt sich als weißlich-cremig und recht klebriger Schleim und tropft öfter auch in die Unterhose. Bereits jetzt kann Sex mit deinem Partner möglicherweise zum Erfolg führen – der langen Lebensdauer von Spermien sei Dank. Direkt zum Eisprung hin vermehrt sich der Schleim und auch seine Konsistenz ändert sich: Er wird durchsichtig, viel flüssiger und zieht lange Fäden. In diesem Stadium ist der Schleim perfekt, um eindringende Spermien zu transportieren und ihr Überleben zu sichern.

Zervixschleim lesen

Keine Panik, dein Körper ist schlau und die Natur hat es so eingerichtet, dass Frauen das Sekret unkompliziert lesen können. Hast du etwaige hormonelle Verhütung abgesetzt und dein Zyklus hat sich reguliert, wird auch der Zervixschleim regelmäßig produziert. Du wirst ihn zwangsläufig bemerken, denn je fruchtbarer du bist, desto mehr Schleim fließt aus deiner Scheide. Je näher der Eisprung rückt, desto dünner und durchsichtiger wird der Schleim. Bist du etwa zum Wasserlassen auf der Toilette wirst du bemerken, wie ein langer Schleimfaden aus dir herausläuft. Ähnlich wie Honig der vom Löffel tropft, nur etwas flüssiger. Wenn du nicht sicher bist, kannst du den Schleim mit Zeige- und Mittelfinger von deiner Scheide abnehmen und ihn zwischen deinen Fingern testen: Lässt er sich zu langen klaren Fäden ziehen, dann bist du höchstwahrscheinlich gerade besonders fruchtbar. Natürlich ist das keine Garantie für eine erfolgreiche Zeugung. Aber es ist ein Hinweis darauf, dass dein Körper im Prinzip bereit zur Empfängnis ist.

Vorsicht Verwechslungsgefahr

Zervixschleim ist nicht zu verwechseln mit Erregungssekret oder krankhaftem, leicht riechendem Ausfluss. Bist du dir nicht sicher? Dann fragt einfach deinen Gynäkologen. Er erkennt den Unterschied. Handelt es sich tatsächlich um bakteriellen Ausfluss, kann das auf eine Infektion in deiner Scheide hinweisen. Diese solltest du in jedem Fall behandeln, bevor ihr euch ans Kinderzeugen macht.

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Ein etwas unangenehmes Thema: Zervixschleim. Das was sich so seltsam und eklig anhört, kann dir aber dabei helfen schwanger zu werden. 

MeinSpatz Gezwitscher

Interessierst du dich für die Methode den Zervixschleim zu lesen, solltest du dir ein paar Zyklen Zeit lassen. Bis du dich mit deinem Körper vertraut gemacht hast, kann es ein bisschen dauern. Setzt dich also nicht unter Stress, sondern plane von vorne herein etwas mehr Zeit ein. Nach ein paar Monaten, bist du wahrscheinlich schon ein echter Experte.