Außer Kontrolle: 5 Tipps gegen kleine Tyrannen

DIENSTAG, 05.06.2018

"Ich will aber!" Oder eben gerade nicht. Diese Worte kennen Eltern von Kleinkindern nur zu gut. Manchmal sind die Anfälle der Kleinen richtig zum Fürchten. Die sogenannte Trotzphase hat es ganz schön in sich. 

Trotz, Wiederstand und Grenzen austesten: Das ist die Autonomiephase. Dein Kind wird selbständig und der sichtbare Ausdruck davon ist das Trotzen. Schön und gut - alles nur eine Phase. Doch wie übersteht du sie, ohne dabei vollkommen durchzudrehen?

1. Grenzen setzen

Kinder brauchen keine Kumpel, sondern Eltern. Sie brauchen Verbindlichkeiten und klare Werte, an denen sie sich orientieren können. Wer einmal so und das andere Mal ganz anders reagiert, verunsichert sein Kind. Woher soll das Kleine wissen, was richtig und was falsch ist? Dass das alles nicht in einem starren Rahmen abzulaufen hat, ist klar. Kinder haben ein Mitspracherecht. Du gibst die Richtung vor und lässt deinem kleinen Spatz Freiheiten, innerhalb klar definierter Grenzen. Zum Beispiel können Kinder durchaus selbst bestimmen, was sie anziehen, solange die Kleidung zur Witterung passt. Und keine Sorge: Auch Eltern, die „Nein“ sagen, werden geliebt.

2. Selbst ist das Kind

Nimm deinem kleinen Quälgeist nicht alles ab. Nur wer selbst probiert, gewinnt auch an Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein. Klar, dass man dabei auch den einen oder anderen Rückschlag zu verkraften hat. Aber auch das ist wichtig. Glaube an dein Kind und zeige ihm das auch. Die Kleinen haben mehr drauf, als wir Großen uns vielleicht vorstellen können.

3. Verständnis und Trost

Zeige Verständnis für die Trotzanfälle deines Kindes und tröste es. Ersatzbefriedigungen wie beispielsweise kleine Geschenke dienen dabei nur als Ablenkung. Denke daran: Kinder können mit ihren Emotionen noch nicht richtig umgehen und reagieren möglicherweise etwas überzogen. Gerade deshalb solltest du versuchen, sie zu verstehen. Doch auch Empathie will gelernt sein. Nimm deinen kleinen Trotzkopf einfach mal in den Arm. Das hilft oft ganz schnell. 

4. Ruhe bewahren

Standhaft bleiben! Die Zauberworte bei einem Trotzanfall lauten: Ruhe, Fairness, Liebe, Respekt und Geduld. Gar nicht so einfach. Ist es für dein Kind aber auch nicht. Es hat schließlich einen Grund, wütend zu sein. Wie eigentlich immer bauen Kinder besonders in Stresssituationen, wozu eben auch ein Wutanfall zählt, auf Verlässlichkeit und Berechenbarkeit. Wenn du ruhig bleibst, fühlt sich der Gewitterzwerg sicher und hat Zeit, seine Gefühle zu ordnen. Manchen Kindern hilft es auch, sich in eine "Abkühlzone" zurückzuziehen, in der sie sich beruhigen können.

5. Offen sprechen

Ein Tipp, wenn dein kleiner Spatz schon spricht: Frage dein Kind, warum es so wütend ist. So manchem Kind hilft es, seine Wünsche begründen zu dürfen. Eventuell findet ihr gemeinsam eine ganz einfache Lösung für das Problem.

Noch mehr zum Thema findest du in unserem Artikel „Trotzphase – Was steckt dahinter und was kannst du tun?“. Und Egal, wie heftig der Trotzanfall deines kleinen Wutzwergs ausfällt: Denke immer daran – anderen geht es ganz genauso. Und irgendwann endet auch diese Phase …

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Dein Kind macht der Trotzphase alle Ehre und will mit dem Kopf durch die Wand? Das kannst du tun.

MeinSpatz Gezwitscher

Einer Mama aus der Redaktion hat das Buch "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn - Der entspannte Weg durch die Trotzphase" von Danielle Graf und Katja Seide durch zahlreiche Wutausbrüche geholfen