Basteln mit Kleinkind: Herbst

DONNERSTAG, 01.11.2018

Auf unseren Herbstspaziergängen sammeln wir jetzt fleißig Bastelmaterial für DIY-Indoor-Stunden. Wir zeigen dir, was die Kleinen schon alles selber machen können.

Basteln mit Kleinkind? Das geht sogar ganz hervorragend – wenn du ein paar Dinge berücksichtigst:

  1. Bleib flexibel: Du hast dir das Endergebnis anders vorgestellt? Was soll’s. Kinder entscheiden oft erst während des kreativen Prozesses, wohin die Reise geht. Und sie entscheiden sich auch mehrmals um. Bleib offen für Veränderungen. Du kannst ihnen den kreativen Rahmen vorgeben, sie sollen aber ihre eigene Vorstellung umsetzen. Lass dein Kind so viel wie möglich selbst basteln, auch wenn das Ergebnis kein perfektes Instagram-Bild hergibt. Dein Spatz wird megastolz darauf sein, weil er ganz allein etwas geschaffen hat.
  2. Beziehe dein Kind von Anfang an mit ein: Egal ob ihr alle Materialien beim Waldspaziergang sammelt oder im Bastelladen einkauft: Lass dein Kind selbst aussuchen. Wer bestimmt, dass Herbstfarben immer nur rot/braun/orange sein müssen? Vielleicht ist neongrün auch cool? Selbst kleine Bastelmuffel bekommen Lust, wenn sie über ihr "Gebasteltes" mitentscheiden dürfen.
  3. Kinderfreundliche Materialien: Lass dich im Bastelladen beraten, welche Materialien sich für Kinder eignen, sprich ungiftig sind.
  4. Der Faktor Zeit: Kinder brauchen Zeit um kreativ zu sein. Wenn sie schnell machen müssen oder für eine ihrer fantasievollen Ideen keine Zeit mehr bleibt, fühlen sie sich gehetzt und haben keine Lust mehr. Scheint die Sonne und alle toben auf dem Spielplatz? Dann sollten auch deine Kids mit den Freunden draußen Gas geben. Bastelzeit ist, wenn es draußen stürmt, regnet oder der Wind durch Häuserschluchten pfeift. Eine warme Milch mit Honig und das Lieblingshörbuch sind übrigens ganz wunderbare Bastelbegleiter.
  5. Bunte Blätter, schöne Steine und krumme Äste: Viele Bastelmaterialien finden wir beim Spaziergang in der Natur. Warum gerade die für deine Kids so wichtig ist, erfährst du in dem Artikel "Wie Natur die kindliche Entwicklung fördert".

Bilderrahmen

Für diesen süßen Bilderrahmen sammelt ihr einfach, was euch gefällt. Die Basis bildet eine kleine Leinwand, mit oder ohne Stoff beklebt. Hier arbeitet ihr im Team: Du trägst Heißkleber auf die Leinwand auf, dein Spatz klebt die Rahmenteile fest. Neben Eichelkappen eignen sich auch kleine Zweige oder Steine. Tipp: Klebe mittig am oberen Rand eine kleine Wäscheklammer aus Holz. So könnt ihr immer wieder neue gesammelte Herbstblätter in den Rahmen heften.

Traumfänger

Der Wind rüttelt an den Rollläden, pfeift durch sämtliche Ritzen und lässt unheimliche Herbstgeräusche entstehen. Gegen aufkeimende Angst in der Nacht hilft ein großer Herbsttraumfänger am Fenster. Da darf alles dran, was den Kindern gefällt: bunte Perlen, große Federn, Äste, Steine, Tannenzapfen … Als Basis eignet sich ein großer Styroporring, den die Kleinen in ihren Lieblingsfarben bemalen können. Der ist handlicher als ein kleiner Holzring, und sie können besser mitgestalten. Ihr könnt den Ring auch mit Blättern bekleben oder große bunte Federn in das Styropor stecken. Du kannst auch einen Pappteller als Ring verwenden. Wie das geht, erfährst du unten im Video. Über die Farbe der Schnur für das Netz und die "Anhänger" sollen die Kleinen bestimmen. Beim Anknüpfen hilft dann Mama mit. 

In diesem Video siehst du, wie das Traumfängernetz ganz einfach nachzumachen ist:

Und hier eine kinderfreundliche Version mit einem Pappteller als Grundlage:

Tassenwärmer

Im Herbst draußen spielen? Na klar! Doch irgendwann kriecht die Kälte ganz tief in unseren Anorak. Jetzt ab nach drinnen und mit einer heißen Schokolade aufwärmen. Noch besser schmeckt sie mit diesen süßen Tassenwärmern. Bei den kleinen Details musst du vielleicht noch ein wenig helfen. In diesem Video seht ihr die einzelnen Schritte. Allerdings funktioniert das Ganze auch ohne Nähmaschine, einfach mit Heiß- oder Textilkleber. Aber Körper und Gesicht können Dreijährige auch schon gut ausschneiden. Die Einzelteile miteinander verbinden – entweder vernähen oder verkleben. Ein aufgeklebter Klettverschluss hält die Enden zusammen. Mit Wackelaugen sehen die Tiere übrigens extralustig aus. 

Magnetischer Blätterbaum

Dieses DIY-Projekt ist vor allem nach der Fertigstellung ein geniales Spiel für deine Kleinen. Einfach einen weißen Pappteller mit einem Baumstamm bemalen. Hier dürfen sich deine Zwerge austoben. Vielleicht wollen sie ja auch noch eine Wiese darunter malen? Danach schneidet ihr die Blätter aus dünnem Tonpapier aus, sie müssen natürlich nicht so filigran wie in unserem Beispiel sein. Du kannst dein Kind auch einfach nach Lust und Laune verschieden Formen ausschneiden oder ausstanzen lassen. Danach werden die Blätter mit einer Heftklammer einzeln, zu zweit oder zu dritt zusammengetackert. Jetzt die Blätter auf der Vorderseite mit einem kleinen Magneten auf der Rückseite fixieren. Allein diese Geschicklichkeitsübung wird deinem Spatz mächtig Spaß machen. Sollen die Blätter wieder fallen? Einfach die Magnete entfernen. Vorsicht: Lass dein Kind damit nicht unbeaufsichtigt. Verschluckte Magnete können gefährlich werden. Zum gemeinsamen Spiel eignet sich der Blätterbaum aber ganz wunderbar.

Basteln mit Kleinkind: Herbst pin

Wie wäre es z. B. mit einem Traumfänger? Der auf diesem Bild, ist zwar eher eine Bastelarbeit für Mama, aber unten erklären wir dir eine Version, die auch deinem Kleinkind Spaß machen wird.

MeinSpatz Gezwitscher

Fertig mit Basteln? Dann kannst du mit diesen 5 DIY-Experimenten die Augen deiner Kinder zum Leuchten bringen.