Die Erkältungszeit ist da: Was dein Kind jetzt braucht

DONNERSTAG, 06.12.2018 Julia M.

Bis zu zehn Infekte jährlich gelten bei Kleinkindern als normal. Doch Gegensteuern lohnt. Das kannst du gegen die Schniefnase tun – vorbeugend und im Erkältungsfall.

Und schon wieder läuft die Nase. So schnell kannst du dein Taschentuch gar nicht zücken, wie die lieben Kleinen schniefen. Wir Mamas wissen genau, wie das nervt. Solange dein Kind nicht selbst Schneuzen kann, ist Naseputzen in der kalten Jahreszeit leider, leider eine Dauerbeschäftigung. Daraus folgt: immer genügend Taschentücher einstecken, möglichst weiche, die Nase  und damit Nerven schonen. Ist die Haut schon gerötet, hilft es, dünn Wundsalbe aus der Apotheke aufzutragen. 

Und was ist mit Nasentropfen?

Nasentropfen solltest du bei deinem Kind möglichst gar nicht anwenden. In besonders hartnäckigen Fällen kann ein mildes Nasenspray für Kinder aber einer Mittelohrentzündung vorbeugen, da so die kleinen und empfindlichen Gänge zwischen Mund, Nase und Ohren sich öffnen. Allerdings darfst du Nasenspray nur in Rücksprache mit dem Kinderarzt und zeitlich sehr begrenzt einsetzen. Schonender ist es, das Sekret mit einem Nasen-Sauger zu entfernen. Alternativ kannst du den Zipfel eines Zellstofftaschentuchs eindrehen und damit die Nase vorsichtig auswischen. Kosmetikstäbchen sind tabu, sie könnten die empfindliche Kindernase verletzen. Ein Tropfen Kochsalzlösung – oder noch besser deiner Muttermilch, wenn du noch stillst – löst auf natürliche und sanfte Weise die Verstopfung in der Nase.

Inhalieren ohne Tuch über dem Kopf

Schon Säuglinge dürfen bei einer Erkältung inhalieren. Am besten gelingt die Prozedur im Schlaf, mit einer speziellen Atemmaske. Kleine Kinder finden die "Dampf-Maschine" dann häufig schon richtig spannend und machen aktiv mit. Besprich mit dem Kinderarzt, welches Mittel er empfiehlt. Üblich sind zum Beispiel Kochsalzlösungen. Mit Rezept bekommst du das Inhalationsgerät mit Kleinkindaufsatz teilweise von der Krankenkasse bezahlt.

Gesundes Raum- und Schlafklima schaffen

Zum Schlafen bettest du dein Kind mit Husten und Schnupfen ein bisschen höher als sonst, dann bekommt es besser Luft und der Schleim kann ablaufen. Gut lüften, nicht zu stark heizen, empfohlen werden maximal 18 Grad im Schlafzimmer. Genügend Raumfeuchtigkeit hilft zusätzlich. Tropfe ein wenig Wasser auf den Teppich oder hänge feuchte Tücher oder Wäsche im Kinderzimmer auf. Auf den Rand von Babys Kopfkissen kannst du auch ätherische Öle tropfen, die für Säuglinge geeignet sind, beispielsweise Eukalyptus. Auf Salbe zum Einreiben der Brust reagieren viele Kinder hingegen mit Ausschlag. Hier gibt es aber auch milde varianten speziell für Babys und Kleinkinder. Für den Fall, dass die Temperatur deines Kindes abends stark ansteigt, solltest du Fieberzäpfchen oder später auch Fiebersaft für Kinder in deiner Hausapotheke vorrätig haben.

Mit Schniefnase in die Kita?

Ist dein Kind fit, und hat vor allem kein Fieber, darf es auch mit einer leichten Erkältung in die Kita oder ins Schwimmbad gehen. Pass auf, dass es  am Kopf nicht auskühlt und nicht mit nassen Haaren ins Freie geht. Hustet dein Kind, kann das auf ansteckende Krankheiten hinweisen. Diesen Verdacht solltest du unbedingt vom Kinderarzt abklären lassen. Bewegung im Freien ist bei Erkältung besonders gut – sowohl zur Abhärtung als auch zur Stärkung des bereits angegriffenen Immunsystems. Bei der Kleidung hat sich das Zwiebelprinzip bewährt, dann kannst du bei Bedarf eine Lage mehr an- oder ausziehen. Die Füße deines Kindes sollten immer warm sein, die Händchen hingegen dürfen sich auch leicht kühl anfühlen. Fasst sich der Nacken weder verschwitzt noch kalt an, ist dein Kind der Witterung entsprechend optimal angezogen. 

Vitamine & Co.

Eine natürliche und abwechslungsreiche Ernährung enthält alles, was dein Spatz zum Gesundbleiben und Gesundwerden benötigt. Zusätzliche Vitamine sind nicht nötig, frisches Obst und Gemüse genügen völlig. Stillst du noch, achte auf die Inhaltsstoffe deines Essens. Viel trinken ist in der Erkältungszeit wichtig, gerade wenn dein Kind schon erkältet ist. Lege es öfter an die Brust oder biete ihm zwischendurch zusätzlich Tee, Wasser oder eine klare Hühnerbrühe an. Wenn du dann noch darauf achtest, häufiger als sonst und besonders gründlich die Hände zu waschen, hast du als Mama alles getan, um die Erkältung zu vertreiben. Gute Besserung!

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Julia M.

Die zweifache Mama könnte auf ihre geliebte Großstadt nie verzichten – und das trotz Familie und Hund. Wenn ihre wilden Jungs im Wald toben wollen, geht’s ab aufs Land zu Oma und Opa. Sie ist geschieden, aber glücklich liiert und liebt ihre Patchwork-Familie und die dreijährige Tochter ihres Freundes. Eigener Nachwuchs? Nicht ausgeschlossen.