Eingewöhnung: Tipps und Tricks

DIENSTAG, 07.08.2018

Irgendwann kommt er, der Tag an dem sich Mama und Papa von ihrem kleinen Schatz trennen müssen. Nämlich dann, wenn das Kind in Richtung Kinderkrippe oder Tagesmutter marschiert ...  

Es gibt Kinder (und Eltern), die scheint es vollkommen kalt zu lassen, dass sie sich für ein paar Stunden nicht sehen. Andere rasten vollkommen aus, wenn Mami oder Papi auch nur eine Minute außer Sichtweite sind. Damit es bei deinem Baby nicht zu Tobsuchtsanfällen und Schreiattacken kommt, verraten wir dir, wie ihr die Eingewöhnung meistert!

Vorbereitung ist alles

Der erste Krippentag steht vor der Tür? Dein kleiner Spatz soll endlich seine Tagesmutter kennenlernen? Dann sprich mit deinem Kind darüber. Auch Einjährige verstehen schon eine ganze Menge. Erkläre deinem Kleinen, dass es dort sein darf, solange du in der Arbeit bist. Schwärme ruhig von den tollen Spielsachen, die es dort gibt und den anderen Kindern, mit denen man ganz wunderbar spielen und herumtoben kann. Vielleicht hast du ja die Möglichkeit, dein Kind für eine oder zwei Stunden bei einer Freundin (mit Kind) zu lassen. Und zwar ohne, dass du daneben sitzt. So gewöhnt es sich schon mal daran, dass Mama nicht immer greifbar ist. Das wichtigste das es dabei lernt ist aber, dass du immer wieder zurückkommst. Dieses Vertrauen ist der Grundstein für eine Trennung. Viele Einrichtungen, aber auch Tagesmütter, bieten einen Schnuppertag an. Dabei lernt dein Nachwuchs die neue Umgebung schon einmal kennen – mit dir an seiner Seite.

Los geht’s!

Es ist so weit, die Eingewöhnung beginnt. Hast du dich vorab informiert, nach welchem Modell in der Einrichtung eingewöhnt wird? Sprich die jeweilige Methode eingehend mit den Erzieherinnen oder der Tagesmutter durch. Sobald du merkst, dass das für dein Kind (oder dich) nicht der richtige Weg ist, rede darüber. Es gibt bestimmt die Möglichkeit, davon abzuweichen, wenn die Eingewöhnung deinem Kind (und damit auch dir) dadurch erleichtert wird. Überlege gemeinsam mit deinem Partner, ob es möglich ist, dass er die Eingewöhnung übernimmt. Möglicherweise ist seine Bindung zum Kind (noch) nicht ganz so eng und der Übergang in die Betreuung fällt leichter.

Vertrauen aufbauen und fördern

Hab Vertrauen in das Personal: Die können das und haben eine Menge Erfahrung mit beim Abschied schreienden, weinenden und tobenden Kindern. Wenn dir die Tagesmutter oder eine Erzieherin sagt, dass es besser ist schnell zu gehen, anstatt eine halbstündige Abschiedszeremonie zu veranstalten, dann tu das. So hart es für dich sein mag: Dein Kleines wird dir im Normalfall noch fünf bis zehn Minuten hinterherweinen. Dann wird es etwas entdecken, was ihm Freude bereitet und seinen Kummer bald vergessen. Dein Kind wird in der Betreuung auch Dinge lernen und kennenlernen, die dir vielleicht nicht gefallen. Lass es teilweise dabei. Wenn du anfängst, ihm alles zu verbieten oder zu kritisieren, was in der Betreuung in Ordnung ist, wird sich dein Spatz dort womöglich bald nicht mehr wohlfühlen, weil es das Gefühl bekommt, dass du damit nicht einverstanden bist.

Loslassen lernen

So doof es vielleicht klingt und so oft du es auch schon gehört haben magst: Du musst lernen loszulassen! Dein Kind wird sich in der Kita oder bei der Tagesmutter extrem schwertun, wenn es merkt, dass du Probleme hast wegzugehen. Dramen an der Garderobe sind so vorprogrammiert. Mach dir klar, dass es deinem Nachwuchs nicht schlecht geht in der Einrichtung oder bei der Tagesmutter, sondern dass er dort gut aufgehoben ist und es eine Menge Spaß hat. Schließlich hast du dir den Betreuungsplatz ausgesucht, weil du ja davon überzeugt bist, dass er super für deinen kleinen Spatz geeignet ist. Niemand wird dir hier deine Rolle streitig machen. Du bist die Mutter deines Kindes – und damit die unangefochtene Nummer Eins.

Sicherheit geben

Versuche, deinem Schatz zu jedem Zeitpunkt das Gefühl zu geben, dass du ihn nicht abschiebst. Wenn sich dein Kind deiner sicher ist, wird es nicht unter Trennungsschmerz und Verlustängsten leiden, sondern die Stunden in der Betreuung genießen – sich aber genauso sehr wieder auf sein Zuhause freuen, wo es von Mama und Papa umsorgt wird. Gibst du deinem Spatz schon jetzt diese Sicherheit, wird er sich später leichter tun, sich in neuen Lebenssituationen und Umgebungen zurechtzufinden.

Wie klappt es mit der Eingewöhnung? pin

Das eigene Kind in fremde Hände zu geben ist oft nicht einfach – für beide Seiten. 

MeinSpatz Gezwitscher

Bei dem einen Kind funktioniert die Eingewöhnung reibungslos und ist nach 2 Wochen abgeschlossen – andere brauchen länger. Lass dich deshalb nicht entmutigen. Es bedeutet nicht, dass es deinem Spatz in der Betreuung nicht gefällt. Aber jeder Mensch ist anders. Und Veränderungen sind nicht immer einfach wegzustecken. Da geht es uns Erwachsenen ja nicht anders.