Feinmotorik: Spiele für Baby und Kleinkind

FREITAG, 13.07.2018

Wenn aus Babys Kleinkinder werden, kommt langsam die Zeit, in der sie immer mehr alleine machen wollen. Eben ganz so wie die Großen. Dafür braucht es aber eine gewisse Fingerfertigkeit.

Mit Besteck essen, sich alleine anziehen, sogar für Mimik, Gestik und das Sprechen braucht es die Feinmotorik. Ist sie unzureichend trainiert, kann dein Spatz später Probleme beim Schreiben und Zeichnen bekommen. Wir haben ein paar Tipps, wie sich die Fingerfertigkeit deines Kindes trainieren lässt.

Spielend fördern

Schon die Allerkleinsten können beim Spielen ihre Feinmotorik trainieren. Achte darauf, dass der Spaß dabei an erster Stelle steht. Es ist ganz normal, dass nicht immer alles gleich funktioniert. Außerdem hat jedes Kind sein eigenes Lerntempo, das sich nicht beeinflussen lässt. Die Feinmotorik lässt sich dann erstmals richtig trainieren, wenn dein Kleines den Pinzettengriff gelernt hat, also etwa ab dem 7. oder 8. Monat.

Steckspiele und DIY

Ab etwa 10 Monaten kannst du die Neugierde deines kleinen Spatzes zum Beispiel mit einem selbstgemachten Steckspiel befriedigen. Dafür brauchst du einfach eine leere Dose mit Deckel z. B. funktioniert eine saubere Eispackung gut. Oben einfach einen Schlitz hineinschneiden (je jünger dein Kind, desto größer der Schlitz). Durch den kann dein Spatz dann unverschluckbare Dinge werfen, wie etwa Deckel von Babyglässchen. Viel Spaß mit Ton und Blinklichtern verspricht beispielsweise ab 12 Monaten der „Fütter-mich-Dino“ von V-Tech. In diesem Alter bieten sich auch sogenannte Motorikschleifen oder Magnetlabyrinthe an. Auch Puzzle fallen in diese Kategorie. Sie gibt es passend für jedes Alter.

Malen

Der Umgang mit dem Pinsel schult schon die Feinmotorik der Kleinsten. Und da Babys alles in den Mund nehmen: Einfach Joghurt mit Lebensmittelfarbe einfärben und schon kann das fröhliche Gekleckse losgehen. Malen fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch die Hand-Auge-Koordination. Mit Wachsmalstiften versucht sich dein Kleinkind an ersten Kritzeleien. Die Maltropfen von Ökonorm bestehen nur aus natürlichen Produkten und liegen gut in der Hand. Mit der Zeit werden die Stifte feiner. Jetzt ist es Zeit für altersgerechte Malbücher und Co., wie beispielsweise dieses Bobo Siebenschläfer-Malbuch.

Kneten und Matschen

Beim Kneten und Matschen trainiert dein Liebling die Fingermuskulatur und deren Beweglichkeit. Im Sommer eignet sich eine Matschküche – ein Paradies für Kleinkinder aus Sand und Wasser. Im Winter bieten sich Knete oder Kinetischer Sand an. Dazu gibt es jede Menge an Zubehör zum Formen und Bauen. Die Giotto bébé Super-Knetmasse besteht aus natürlichen Materialien und ist daher für erste Knetversuche besonders geeignet. Oder wie wär’s mit selbstgemachter Knete? Aus Mehl, Salz, Öl und Lebensmittelfarbe kannst du sie ganz einfach selber herstellen. Das YouTube-Video zeigt dir wie es funktioniert.

Fingerspiele

Kleinkinder lieben Fingerspiele. Singend kannst du damit die Feinmotorik fördern. Je nach Alter des Kindes solltest du die Komplexität anpassen. Inspiration bietet das Buch „Zippel Zappel Zappelfinger: Kinderreime für junge Eltern“.

Schneiden

Ab einem Altern von etwa 2 Jahren können Kinder eine Schere halten und mit Anleitung und Unterstützung anfangen das Schneiden zu lernen. Eine witzige Übung ist es, unten auf einen länglichen Papierstreifen ein Gesicht zu malen. Der obere Teil des Papiers schneidest du in viele kleine Streifen (ohne sie abzuschneiden) – das sind die Haare. Gemeinsam mit deinem Spatz kannst du dem „Männchen“ jetzt eine neue Frisur verpassen. Netter Nebeneffekt: Es wird zusätzlich die Kreativität und Fantasie gefördert.

Eine gute Übung ist auch das Schneidespiel „Ich lerne schneiden“ von SES Creative. Dabei schneidet dein Liebling verschiedene Formen nach.

Baumeister

Der Klassiker, der in keinem Kinderzimmer fehlen darf: Lego (Duplo) und Bauklötze. Die bunten Steine fördern sowohl Feinmotorik, als auch die Hand-Auge-Koordination und die Kraftdosierung. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich durch die Größe der Steine und eventuelle Bauanleitungen beeinflussen. Spaß machen auch magnetische Bausteine, zum Beispiel von infinitoo .

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Dein Kleinkind beschäftigen und gleichzeitig seine Feinmotorik fördern? Wie zeigen dir wie das geht.

MeinSpatz Gezwitscher

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Es ist kein Grund zur Sorge, wenn dein kleiner Liebling feinmotorisch etwas langsamer ist als andere. Bis zur Schule holen die meisten ihr Defizit nach. Kein Grund, nervös zu werden und dein Kind zum Lernen oder Üben zu verdonnern. Das Feinmotorik-Training sollte immer spielerisch erfolgen.