Neue Weihnachtstraditionen mit Kleinkind?

FREITAG, 15.12.2017

Jede Familie hat ihre eigenen Bräuche zu Weihnachten. Und wenn man eine neue Familie gründet, ist es auch Zeit für neue Traditionen.

Was in vielen anderen Lebensbereichen oft verpönt ist - an Weihnachten freuen wir uns über Wiederholungen. Wir fiebern jedes Jahr wieder auf dieselben Plätzchen von Mama hin und wehe, es sind keine Vanillekipferl dabei. Wir kuscheln uns auf die Couch und uns geht jedes Jahr wieder das Herz auf, wenn die ersten Bilder von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ über den Bildschirm flimmern. Und jedes Jahr wieder sind wir spät dran und besorgen mindestens ein Geschenk in allerletzter Minute. Und das ist gut so. Denn es ist eben Weihnachten. Diese magische Zeit im Jahr. Die wir genießen. Und das auch wegen der Bräuche, auf die wir uns immer schon lange im Voraus freuen.

Wir hören das erste Mal in dieser Saison „Last Christmas“ im Radio und singen lauthals mit. Wir regen uns furchtbar darüber auf, dass schon im September die Lebkuchen in den Supermarktregalen stehen, aber wenn keiner hinsieht, landet zufällig eine Packung in unserem Einkaufswagen. Adventszeit ohne Glühwein? Keine Chance! Jeder hat seine ganz persönlichen weihnachtlichen „Das muss ich unbedingt machen“-Dinge. Und natürlich gibt es auch Familientraditionen. Die Würstchen mit Kartoffelsalat an Heilig Abend bei den Eltern. Das singen von „Stille Nacht“ vor der Bescherung. Das Auspacken der Geschenke, das nach einem ganz bestimmten System abläuft. Diese Rituale geben uns Sicherheit und Geborgenheit, sie versetzen uns in unsere Kindheit zurück.

Aber seit Kurzem ist alles ein bisschen anders. Wir haben eine eigene kleine Familie. Wir sind selbst Eltern mit eigenen Kindern. Jetzt stellen sich ganz neue Fragen: Verbringen wir Weihnachten wie jedes Jahr bei den Schwiegereltern oder möchten wir für unsere Kleinen selbst das Weihnachtsfest ausrichten – nach unseren Vorstellungen? Und was sind überhaupt unsere Vorstellungen? Welche Bräuche möchten wir von den Eltern übernehmen? Und wäre es nicht schön, ganz eigene Weihnachtstraditionen zu etablieren?

Zur Inspiration haben wir für dich ein paar Weihnachtstraditionen zusammengetragen. Vielleicht ist etwas für dich dabei…

Das Glöckchen läuten

Die Kinder dürfen so lange nicht in das Zimmer, in dem die Bescherung stattfindet, bis sie das Läuten eines Glöckchens hören. Das war natürlich das Christkind, oder je nach Region auch der Weihnachtsmann und es ist das Zeichen, dass es jetzt losgeht. Wir finden: Eine wunderschöne Tradition, die den Zauber um den Heiligen Abend noch verstärkt.

Bescherung in Zeitlupe

Jedes Kind darf sich abwechselnd ein Geschenk aussuchen, dass unter dem Baum liegt. Mit einem Erwachsenen zusammen wird geschaut, wem das Paket gehört. Beim Auspacken sehen alle zu. Dann erst wird das nächste Geschenk von den Kindern verteilt. So sieht jeder die Freude des Beschenkten und kann sich mitfreuen.

Rentierohren und Weihnachtsbrillen

Getty Images/ Milan Marjanovic

Weihnachten mit Humor

Der Brauch aus Großbritannien und den USA schwappt auch nach Europa: Die sogenannten „Ugly Christmas Sweaters“ – die modisch fragwürdigen Pullover mit Weihnachtsmotiven – gibt es jetzt auch bei uns zu kaufen. Warum nicht daraus eine eigene Tradition machen? Die Pullover verbreiten schließlich gute Laune und stehen für Vorfreude. Sei kreativ: Der Weihnachtsbaum wird jedes Jahr nur noch im Ugly Sweater geschmückt? Oder beim alljährlichen Familientreffen am zweiten Feiertag heißt der Dresscode: Weihnachtspulli-Alarm. Der privaten Fotosession steht so nichts mehr im Wege. Ausgefallene Accessoires dazu? Weihnachtshaarreifen und Weihnachtsbrillen – es gibt sozusagen nichts, das es nicht gibt.

Weihnachtsschmuck – Alle Jahre wieder

Euer Kind darf sich jedes Jahr eine neue Weihnachtskugel für den Christbaum aussuchen. Ob auf dem Weihnachtsmarkt oder im Deko-Shop, schon der Kauf sollte zelebriert werden. So hängt jedes Jahr eine neue Erinnerung am Baum. Und später kann man dann lächelnd darauf zurückblicken und sich die Geschichten dazu erzählen: „Weißt du noch, der skurrile Verkäufer am Stand?“ oder „Dir haben wir es zu verdanken, dass diese scheußlich-schöne Eule am Christbaum hängt.“

Lebkuchenhaus verzieren

Der 24. Ist für Kinder oft ein langer Tag. Sie können kaum erwarten bis es Abend ist und die Zeit scheint stillzustehen. Wie wäre es also mit einer neuen Lebkuchenhaus-Tradition? Du backst/kaufst im Vorfeld ein Häuschen und allerlei Dekokram. Dein Nachwuchs darf es dann am Vormittag vor dem Heiligen Abend verzieren. Noch schöner wird es, wenn du eine kleine Aktion zusammen mit anderen Kinder der Familie, Freunden oder Nachbarn organisierst. Wir finden: Eine wunderschöne Einstimmung auf den schönsten Abend des Jahres.

Weihnachtstradition: Weihnachtsbaum selber schlagen

Getty Images / SVETIKD

Weihnachtsbaum selbst schlagen

Raus in die Natur und den Duft von Tannennadeln in der Nase: Ein Spaziergang auf einer Weihnachtsbaumplantage lohnt allemal. Der kleine Spatz darf mithelfen den schönsten Baum auszusuchen. Und dann Säge in die Hand uns los. Ein Ausflug im Advent, der das Potential hat eine alljährliche Tradition zu werden.

Eigene Familie, eigene Weihnachstraditionen? pin

An Weihnachten möchte man seinem kleinen Spatz ein ganz besonderes Fest bereiten. Weihnachtstraditionen gehören unbedingt dazu.

MeinSpatz Gezwitscher

Was sind deine liebsten Weihnachtstraditionen? Lass uns auf Facebook wissen, welche Bräuche du jedes Jahr begehst oder vielleicht auch ganz neu eingeführt hast? Wir freuen uns auf deine Kommentare.