Yoga für Kinder: Übungsbeispiel für Zuhause

DONNERSTAG, 15.08.2019 Julia M.

Du liebst Yoga und willst auch deinen kleinen Spatz an die Asanas heranführen? Wir haben eine Yoga-Fantasiegeschichte für dich.

Yoga ist gut für den Körper und das Herz. Wenn du selbst Yoga praktizierst, dann sind dir die vielen Vorteile sicher bewusst. Auch deinen kleinen Spatz kannst du bereits frühzeitig heranführen. Während du dein Baby etwa in deine eigenen Übungen mit einbeziehen kannst, turnt dein Kleinkind deine Asanas vielleicht schon nach. Es gibt aber auch spezielle Kinder-Yogakurse, die bereits in manchen Kindergärten oder Turnvereinen ab 3 Jahren angeboten werden. Schließlich orientieren sich die Asanas im Hatha Yoga an der Tier- und Pflanzenwelt und eignen sich damit auch perfekt für Kinder. Wenn du Yoga mit Kindern machst, verpackst du die Übungen am besten in einer Fantasiegeschichte. Hier zeigen wir dir ein Beispiel mit fünf Übungen:

Anfangsentspannung

Um deinen kleinen Spatz auf die Yogaübungen vorzubereiten, beginnt ihr erstmal mit einer Entspannungsübung. Dein Kind legt sich dafür ruhig auf die Matte. Die Hände befinden sich etwas neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach oben.

Geschichte: Schließe deine Augen. Stell dir vor, du liegst draußen im Garten auf der Wiese. Unter dir spürst du das weiche, grüne Gras. Du atmest ganz tief durch die Nase ein... und wieder aus. In der Ferne hörst du ein par Vögel zwitschern. Du bist ganz entspannt und machst es dir richtig gemütlich. Deinen Körper lässt du tiefer und tiefer in das weiche Gras sinken. Auf deiner Haut spürst du die warmen Sonnenstrahlen. Alles ist friedlich. Atme noch einmal ganz tief durch die Nase ein... und wieder aus. Strecke dich einmal so richtig aus. Nimm deine Arme über den Kopf und mach dich gaaaanz lang. Über die Seite rollst du dich jetzt nach oben und kommst in den Schneidersitz. Öffne ganz langsam deine Augen. Du bist jetzt wach, frisch und bereit für einen neuen Tag.

1. Die Sonne

Ziel: Dieses Asana eignet sich zum Aufwärmen der Muskeln und zur Anregung des Kreislaufs.

Geschichte: Es ist noch ganz früh am Morgen. Alle schlafen noch gaaanz fest.

Dein kleiner Spatz setzt sich in die Hocke und lässt dabei den Kopf und die Arme locker nach unten hängen. Achte darauf, dass die Füße deines Kindes mit der kompletten Sohle auf dem Boden ruhen.

Geschichte: Die Sonne ist bereits aufgegangen. Sanft kitzeln die Sonnenstrahlen deine Haut. Wir wollen sie begrüßen und sagen: „Guten Morgen, liebe Sonne!“ 

Danach kommt es in den Stand und führt die Arme seitlich am Körper nach oben und streckt sie der Decke entgegen. Dabei atmet es tief ein. 

Geschichte: Wie schön sich die Sonnenstrahlen auf der Haut anfühlen. Dir wird ganz warm und du machst dich wieder ganz klein.

Beim Ausatmen geht es wieder zurück in die Hocke und damit in die Anfangsposition. Die Hände stützen sich am Boden ab und der Kopf sinkt ganz entspannt nach vorne.

2. Die Katze „Schnurri“

Ziel: Die Katze lockert die Rückenmuskulatur und fördert die Beweglichkeit.

Geschichte: Auch die Katze Schnurri hat die Sonne aufgeweckt. Auf ihrer Kuscheldecke reckt und streckt sie sich und stellt sich auf ihre vier Pfoten.

Dein Kind geht jetzt in den Vierfüßlerstand. Achte darauf, dass die Knie sich direkt unter der Hüfte befinden, die Hände sollten unter den Schultern sein. Die Ellbogen sind nach außen gedreht, so dass die Innenseiten sich direkt gegenüber befinden. Der Rücken ist gerade.

Geschichte: Schnurri hat richtig gut geschlafen. Um sich zu strecken, macht sie einen Katzenbuckel.

Der Rücken wird rund gemacht, wobei der Kopf nach unten zeigt.

Geschichte: Hmmmm, das tut gut. Schnurri reckt jetzt ihren Kopf der Sonne entgegen und ist bereit für den Tag: „Guten Morgen, liebe Welt!“

Jetzt geht dein Kind etwas ins Hohlkreuz und legt dabei den Kopf in den Nacken. 

3. Der Hund „Blacky“

Ziel: Mit dieser Übung wird die Rückenmuskulatur gedehnt.

Geschichte: Da taucht Schnurris Freund auf, der Hund Blacky. „Wuff wuff! Hallo liebe Schnurri! Hast du Lust auf einen Spaziergang?“

Dein Kind ist jetzt wieder mit geradem Rücken im Vierfüßlerstand. Von dort aus hebt es seinen Po in die Höhe und versucht die Fersen komplett in den Boden zu drücken. Wenn das nicht so ganz gelingen mag, sollte es etwas in die Knie gehen. Sein Kopf befindet sich locker zwischen den Armen und die Augen blicken auf die Zehen. Danach geht es zurück in den Vierfüßlerstand.

4. Die Brücke

Ziel: Mit diesem Asana wird der Nacken gedehnt und die Wirbelsäule mobilisiert.

Geschichte: „Na klar! Lass uns doch zum Waldrand gehen!“ Gemeinsam machen sich die beiden auf die Pfoten. Um zum Waldrand zu kommen, müssen sie aber einen kleinen Bach überqueren. „Oh nein! Wie kommen wir da nur drüber?“, fragt Blacky. Schnurri entdeckt eine kleine Brücke. „Guck mal da!“ Und husch husch husch sind sie auf der anderen Seite angelangt.

Dein Kind legt sich auf den Rücken. Die Arme befinden sich seitlich neben dem Körper und die Beine sind hüftbreit aufgestellt. Jetzt hebt es langsam Po und Rücken an. Achte darauf, dass es gleichmäßig atmet, ein und aus. Nach ein paar Sekunden lässt es Rücken und Popo Wirbel für Wirbel zurück auf den Boden sinken.

5. Der Baum

Ziel: Der Baum hilft dabei, das Gleichgewicht deines kleinen Spatzes zu steigern. Außerdem verbessert er die Körperhaltung und entspannt.

Geschichte: Am Waldrand angekommen gehen Schnurri und Blacky zu ihrem Lieblingsbaum. Dort ist zufällig Laura, das Nachbarsmädchen. Sie hat immer ein paar Leckerlies für die beiden dabei. Ob sie heute wohl auch ein paar hat? „Hey hey, Schnurri und Blacky! Schön euch zu sehen! Guckt mal, was ich für euch habe!“ Tatsächlich. Auf Laura ist eben Verlass. Glücklich nehmen die beiden Freunde die Leckerlis entgegen. Was für ein schöner Start in den Tag…

Dein Spatz steht aufrecht auf der Matte und stellt den linken Fuß auf den rechten. Die Knie sollten locker bleiben. Jetzt reckt es die Arme und schließt sie über seinem Kopf zu einem kleinen Dach zusammen, indem es die Handflächen gegeneinander presst. Die Position wird ein paar Sekunden lang gehalten, dann wird das Standbein gewechselt. Als Abschluss stellt es beide Füße nebeneinander und führt die Hände so wie sie sind zur Brust. Hier wird nochmal ein- und ausgeatmet, bevor die Übungsrunde mit einem „Namaste!“ abgeschlossen wird.

Es gibt auch auf YouTube zahlreiche Videos, die du mit deinem kleinen Spatz nachturnen kannst. So wie etwa dieses Yogalied. Das Wichtigste ist, dass Kinder spielerisch an die Asanas herangeführt werden:

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Yoga ist nicht nur was für Erwachsene! Spielerisch kannst du deinen kleinen Spatz bereits an die Asanas heranführen.

MeinSpatz Gezwitscher

Wenn du selbst gerade schwanger bist oder entbunden hast, ist Yoga vielleicht auch für dich das Richtige, um deinen Körper sanft zu trainieren. Die Atemübungen helfen dir dabei zu entspannen und auch dein Beckenboden wird beim Yoga trainiert. Für Schwangere gibt es spezielle Yogakurse, die du besuchen kannst. Etwa acht Wochen nach der Geburt, darfst du langsam wieder mit Sport und Yoga beginnen. Deinen kleinen Spatz kannst du in deine Asanas mit einbeziehen. In diesem Video wird dir gezeigt, wie.

Julia M.

Die zweifache Mama könnte auf ihre geliebte Großstadt nie verzichten – und das trotz Familie und Hund. Wenn ihre wilden Jungs im Wald toben wollen, geht’s ab aufs Land zu Oma und Opa. Sie ist geschieden, aber glücklich liiert und liebt ihre Patchwork-Familie und die dreijährige Tochter ihres Freundes. Eigener Nachwuchs? Nicht ausgeschlossen.