Blutungen in der Schwangerschaft

MONTAG, 16.07.2018

Wenn in der Schwangerschaft Blutungen auftreten, bekommen es viele Frauen mit der Angst zu tun. Dabei muss eine Blutung nicht immer gleich gefährlich sein.

Gerade in der Frühschwangerschaft kommt es häufig zu Blutungen. Zunächst einmal ist das kein Grund zur Panik. Rund 20 Prozent der Schwangeren erleben diesen Schreckmoment in den ersten zwölf Wochen.

Ab zum Arzt

Generell gilt: Bei Blutungen solltest du immer einen Frauenarzt aufsuchen. Er kann die Ursache der Blutung feststellen und überprüft, ob es deinem Baby gut geht. In der Frühschwangerschaft handelt es sich meist um Kontaktblutungen, die von ganz alleine wieder aufhören. Eine Kontaktblutung tritt häufig nach dem Sex oder einer Vorsorgeuntersuchung auf. Während der Schwangerschaft ist die Gebärmutter besonders gut durchblutet. Kein Wunder also, dass bei Berührung kleinste Äderchen reißen. Diese harmlose Blutung ist nur schwach und von kurzer Dauer. Weitere Gründe können Hormonschwankungen, kleine Gewebeablösungen oder Infektionen sein.

Schnell reagieren

Ernst wird es bei Schmerzen und Krämpfen, die mit starken, hellroten Blutungen einhergehen. Dann kann es sich im schlimmsten Fall um eine frühe Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft handeln. Zögere nicht, lass die Blutung sofort ärztlich abklären.

Plazentaablösung

In der zweiten Schwangerschaftshälfte sind Blutungen seltener. Bemerkst du Blut, ist es ratsam, sofort zu reagieren. Ein echter Notfall ist zum Beispiel eine Plazentaablösung. Wenn du nach einem Stoß in den Bauch, nach einem Sturz oder nach extremen Blutdruckschwankungen Blutungen, starke Schmerzen oder einen harten Bauch hast, musst du sofort zum Arzt. Eine Plazentaablösung kommt statistisch gesehen sehr selten vor, genauer gesagt bei nur 0,5 bis 1 Prozent aller Schwangeren. Sie gilt allerdings als schwere Komplikation, die sofort behandelt werden muss.

Plazenta praevia

Ein weiterer Grund für Blutungen in der Spätschwangerschaft ist die Lage deiner Plazenta, wie etwa die sogenannte Plazenta praevia. In diesem Fall liegt der Mutterkuchen direkt neben oder über dem Muttermund. Beim Sex oder körperlichen Anstrengungen kommt es dadurch manchmal zu Blutungen. Betroffenen Frauen wird meist geraten, sich zu schonen. In diesem Fall wird dir dein Gynäkologe höchstwahrscheinlich auch ein Arbeitsverbot erteilen.

Zeichnungsblutung

Kein Grund zur Sorge ist hingegen die Zeichnungsblutung um den Geburtstermin. Sie entsteht durch die Öffnung des Muttermundes und ist ein Zeichen für die bevorstehende Geburt. Du darfst dich also bald über dein Baby freuen. Bist du dennoch beunruhigt, rufe einfach deine Hebamme oder deinen behandelnden Arzt an. 

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Bei Blutungen in der Schwangerschaft heißt die Devise: Immer den Frauenarzt aufsuchen. Was es darüber sonst noch zu wissen gibt, findest du in unserem Artikel.

MeinSpatz Gezwitscher

Harmlose Blutungen in der Frühschwangerschaft haben mittlerweile sogar den Mythos begründet, trotz Periode schwanger zu sein. Betroffene Frauen verwechseln die Einnistungsblutung oder hormonbedingte Schmierblutungen mit ihrer Periode. Tatsächlich sorgen Schwangerschaftshormone dafür, dass das eingenistete Ei in der Gebärmutter fest verankert ist und nicht mit der Periode abgestoßen wird.