Haare färben in der Schwangerschaft: Darf ich das?

FREITAG, 29.12.2017

Für viele werdende Mamis eines der ersten Beauty-Probleme, dem sie sich stellen müssen: Das Haare färben in der Schwangerschaft. 

Die Meinungen hierzu gehen weit auseinander. Darf man überhaupt noch färben? Unter welchen Umständen ist das Färben erlaubt? Und gibt es spezielle Produkte, die für Schwangere völlig unbedenklich sind? Wir verraten dir alles, was du zu diesem Thema wissen solltest.

Das Problem

Die meisten Colorationen – egal, ob vom Friseur oder aus dem Drogeriemarkt – enthalten jede Menge Giftstoffe und sind wahre Chemiekeulen. Klar stellen sich Schwangere da die Frage: Schadet das meinem ungeborenen Baby? Fakt ist, dass selbst Mediziner keine klare Antwort auf diese Frage geben können. Es ist nach wie vor unklar, ob beispielsweise Bleichmittel wie Ammoniumhydroxid und Wasserstoffperoxid Auswirkungen auf den Embryo haben. Die meisten Ärzte halten Colorationen zwar für unbedenklich, doch ganz sicher ausschließen können sie eine mögliche Schädigung nicht. Daher raten Experten vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft vorsichtshalber auf das Färben und Tönen der Haare zu verzichten.

Alternativen zum chemischen Färben während der Schwangerschaft

Wer kein Risiko eingehen will, für den gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Hairstylist Andreas Kohlhoff rät Schwangeren, auf ammoniakhaltige Colorationen zu verzichten. Hier besitzen vor allem dunkle Farben intensive Farbpigmente, die in die Kopfhaut eindringen können. Ammoniakfreie Haarfarben und Tönungen sind da die bessere Wahl.
  • Töne deine Haare statt sie zu färben. Die auswaschbare Farbe lagert sich außen an das Haar an und dringt nicht ins Innere.
  • Eine noch sanftere Alternative zum herkömmlichen Haare färben sind spezielle Farbshampoos, deren Farbstoffe natürlichen Ursprungs sind (Kamille, Kastanie oder Walnuss). Sie verleihen dem Haar einen strahlenden Glow und frischen die Farbe sanft und schonend auf.
  • Pflanzenfarbe wie rotes Henna ist ein rein natürliches, semi-permanentes Färbemittel, das als gesundheitlich unbedenklich gilt. Daher wird es während er Schwangerschaft gerne zum Färben verwendet. Aber Achtung: Künstlich hergestellt steht Henna im Verdacht, das Erbgut zu schädigen. Also unbedingt auf eine rein traditionell pflanzliche Zubereitung achten.
  • Um einen stark herauswachsenden hellen Ansatz zu überdecken, ist farblich passende Wimpertusche der schnelle Retter in der Not. Einfach direkt auf den Ansatz auftragen und fertig.
  • Du möchtest auf Chemikalien verzichten, nicht jedoch auf farbliche Akzente? Dann sind andersfarbige, ins Haar eingeknüpfte Echthaarsträhnchen für die Zeit der Schwangerschaft eine tolle Sache.
  • Wer auf sein gewohntes Haarfärbeprodukt so gar nicht verzichten möchte, der sollte sich besser nur Strähnchen färben, als das komplette Haar mit der Farbe zu behandeln. Da der Körper die chemischen Substanzen nicht übers Haar selbst, sondern über die Kopfhaut aufnimmt, sind Strähnen eine verträglichere Alternative. Achte außerdem darauf, die Farbe nicht auf die Kopfhaut zu bringen.

Diese Tricks kaschieren einen Ansatz

Frauen, die aufs Färben lieber komplett verzichten wollen, kaschieren ihren herauswachsenden Haaransatz am besten mit einem kurzen, stufigen Haarschnitt. Hier fallen die Haare besonders locker, Farbübergänge wirken natürlicher und sind weniger sichtbar. Der Pixie-Cut ist zum Beispiel gerade super angesagt und die perfekte Frisur für Schwangere!

Auch Haar-Accessoires wie Bänder, Spangen und Reifen verdecken den Ansatz und sehen dazu noch stylisch aus. Wichtig: Die Frisur darf nicht zu akkurat sein. Am besten kaschierst du die rauswachsende Farbe mit unordentlichen und toupierten Styles. Auch ein Pony ist eine hervorragende Ablenkung. Sie es doch als Chance, um einen neuen Look für dich zu entdecken. Wir wünschen viel Spaß dabei!

Ist Haare färben in der Schwangerschaft erlaubt? pin

Ist das Färben oder Tönen der Haare schädlich für das Ungeborene?

MeinSpatz Gezwitscher

Haare und Schwangerschaft – ein großes Thema. Erst überlegt man sich, ob man noch färben darf. Dann wartet man darauf, dass der Schwangerschafts-Glow die Pracht endlich glänzender und voller macht. Und kaum hat man sich an seine neue brünette Farbe und das Volumen auf dem Kopf gewöhnt, erwischt einen der Haarausfall nach der Geburt. Das ist dann so, als würde man einen Kübel mit Eiswasser über die Haare gekippt bekommen. Eine wirklich haarige Angelegenheit also das Ganze. Aber keine Sorge Ladys, irgendwann ist alles wieder wie vorher – ob das gut ist, ist dann wieder eine andere Frage.