Schwanger mit Kleinkind – so ist es wirklich

DONNERSTAG, 24.05.2018

Babybauchbilder, Wellness, Nestbau – und da zerrt es schon wieder am Rockzipfel. Wie sich die Schwangerschaft mit Kleinkind ändert.

Beim Großen haben wir die Schwangerschaft so richtig zelebriert. Ich konnte jederzeit auf den Tag genau sagen, in welcher Woche ich bin, wie viele Tage es noch bis zur Geburt sind, kannte alle Werte auswendig. Klar, dass auch fleißig Babybauchbilder geschossen wurden, ganz zu schweigen von dem obligatorischen Gipsabdruck. Und ich ließ es mir so richtig gut gehen. Denn: Fühlt sich die Mama wohl, überträgt sich das aufs Kind. Eine schöne Zeit.

Wenn man die Schwangerschaft vergisst

Und jetzt? Der Große ist mittlerweile zwei Jahre alt und wartet auf sein Geschwisterchen. Eigentlich wartet er nicht wirklich. So richtig realisiert hat er die Situation noch nicht. Dafür hält er mich so richtig auf Trab. In welcher Woche ich bin? So um die 30. rum. Genau kann ich das nicht sagen. Nur die App im Handy erinnert mich wöchentlich an den Bauchzwerg. Klar, der Bauchumfang auch und die Tritte. Aber so im Alltag merke ich oft gar nicht, dass ich schwanger bin.

Rutschen mit Babybauch

Die Nachmittage verbringen wir meist auf dem Spielplatz. Mit etwas Glück kann ich da kurz mal auf der Bank ausspannen. Immerhin bleibt man ziemlich beweglich, wenn man trotz Babybauch auf Kletterburgen umherturnt, das Trampolin unsicher macht oder Fangen spielt. Das Kleinkind will ja beschäftigt werden.

Das geht jetzt nicht mehr

Manchmal muss ich den Großen dann doch einbremsen. Zum Beispiel, wenn er mit Karacho an mir hochspringt. „Das geht mit Babybauch leider nicht mehr“, versuche ich zu erklären. Zwei wässrig blaue Augen starren mich ungläubig an. „Aber wenn der Bauch wieder weg ist, Mama? Morgen?“ Ja, so ganz versteht er das noch nicht mit der Schwangerschaft. Aber schweren Herzens steckt er dann doch zurück und düst weiter.

Bücher und Geschenke für den Großen

Statt das Zimmer des Babys herzurichten und Nestbau zu betreiben – ein eigenes Zimmer gibt es nicht und Babysachen haben wir sowieso noch genug – bin ich damit beschäftigt, dem Großen nahe zu bringen, dass er ein Brüderchen bekommt. Ich lese Bücher mit Babys, Geschwisterbärchen und Co. vor und zeige ihm Ultraschallbilder. Sogar dem Frauenarzt durfte der kleine Große mal über die Schulter schauen. Für das erste Treffen von Baby und großem Bruder planen wir ein Geschenk, dass das Baby mitbringt – als Willkommensgeschenk sozusagen. Der Hintergedanke: Wir wollen die Eifersucht von Anfang an möglichst geringhalten.

Schnell noch ein paar Fotos

Klar möchte ich auch diese Schwangerschaft möglichst genau festhalten. Es wäre ja unfair dem Baby gegenüber, wenn der Große ganz viele Bilder, Abdrücke und Co. zu begutachten hat, der Kleine dann aber kaum was. Also werden zwischendrin mal schnell ein paar Bilder geschossen. So viele wie in der ersten Schwangerschaft werden es leider doch nicht, aber sogar das professionelle Shooting und den Gipsabdruck kriegen wir noch irgendwie gebacken.

Wellness für die Mama

In der ersten Schwangerschaft gönnte ich mir fast täglich ausgiebige Bäder. Jetzt plantsche ich mit dickem Bauch und Kleinkind. Apropos Bauch, der wird auch weniger eingeölt und gezupft – die ersten Schwangerschaftsstreifen habe ich schon entdeckt. Mist, jetzt aber ran an den Cremetopf!

Nochmal Gas geben im Mutterschutz

Dafür habe ich mir für den Mutterschutz vorgenommen, ganz viel zu erledigen. Mit Kleinkind bleibt ja so einiges liegen. Wenn der Große in der Krippe ist, werden also Babybodys und Söckchen gewaschen und sortiert, das alte Bettchen wieder auf Vordermann gebracht und alles vorbereitet, was der neue Erdenbürger so braucht. Ach, und die Fotobücher der letzten Jahre wollte ich auch noch auffrischen. Warte, sind das schon Wehen?

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In der ersten Schwangerschaft weißt du noch exakt in welcher Woche du bist. Alles ist aufregend und neu. Beim zweiten Kind ändert sich das, besonder wenn dein Erstgeborenes noch im Kleinkindalter steckt. Unsere Autorin hat genau das erlebt und teilt ihre Erfahrungen mit uns.

MeinSpatz Gezwitscher

Mittlerweile ist der Bauchzwerg ein Jahr alt – seine Mama erzählt:Im Nachhinein verflog die zweite Schwangerschaft. Bereut habe ich es nicht, für meinen Großen trotz Babybauch alles zu geben. Die Sache mit den vorbereitenden Büchern hätten wir uns allerdings sparen können. Bisher verstehen sich die Zwerge prächtig – auch wenn beide von Zeit zu Zeit etwas zurückstecken müssen. Jetzt wird dafür umso mehr gruppengekuschelt. Es ist alles anders, aber doppelt so schön.