Elternzeitantrag und Co.: To Do’s in der Schwangerschaft

MITTWOCH, 25.10.2017

Der Schwangerschaftstest ist positiv und der Arzt hat die Schwangerschaft bestätigt. Jetzt geht es los mit … dem Papierkram.  Aber keine Sorge, hier kommt ein kurzer Überblick, damit du in der Bürokratie nicht untergehst.

Spätestens sieben Wochen vor Beginn der geplanten Elternzeit, musst du deinen Arbeitgeber davon schriftlich in Kenntnis setzen. Gib dabei an, wie du die ersten 24 Monate gestalten möchtest. Willst du z. B. Teilzeit in der Elternzeit arbeiten, musst du die gewünschte Stundenanzahl und die Arbeitszeiten angeben.

Elterngeld beantragen

Elterngeld wird nur 3 Monate rückwirkend ausbezahlt. Daher solltest du dich frühzeitig darum kümmern. Jedes Bundesland handhabt das etwas anders. Auf familien-wegweiser.de findest du die jeweiligen Anträge. Besorge dir das Formular am besten während der Schwangerschaft und fülle alles aus, was du schon weißt. In manchen Bundesländern (z. B. Bayern) ist es möglich, den Antrag online zu stellen.

Kindergeld beantragen

Zusätzlich zum Elterngeld solltest du Kindergeld beantragen. Dafür sind ebenfalls die Familienkasse oder das Arbeitsamt zuständig. Für den Kindergeldantrag brauchst du eine besondere Version der Geburtsurkunde.

Für Unverheiratete: Vaterschaftsanerkennung und gemeinsames Sorgerecht

Seid ihr nicht verheiratet, kann der Vater mit dem Einverständnis der Mutter die Vaterschaft anerkennen – schon während der Schwangerschaft. Die Anerkennung erfolgt kostenfrei beim Standesamt oder Jugendamt, beim Notar oder dem Amtsgericht fallen Gebühren an. Der Papa muss nur seine Abstammungs- oder Geburtsurkunde vorlegen. Wenn die Mama bei der Anerkennung dabei ist, müssen sich beide ausweisen.

Selbst wenn für euch feststeht, dass ihr euch um euer gemeinsames Kind zusammen kümmern wollt, solltet ihr das gemeinsame Sorgerecht beantragen – zumindest, wenn ihr unverheiratet seid und keine Hochzeit geplant ist. Das erledigt ihr mit der sogenannten Sorgerechtserklärung, die offiziell beurkundet werden muss.

Anmeldung zur Geburt

Ob Krankenhaus, daheim oder Geburtshaus: In jedem Fall musst du dich rechtzeitig anmelden. Möchtest du dein Kind in einer Klinik bekommen, meldest du dich zwischen der 33. und 36. Schwangerschaftswoche an. In einem Geburtshaus ist die Anmeldung mindestens drei Monate vor dem Stichtag fällig. Bei einer geplanten Hausgeburt solltest du dich frühzeitig mit einer Hebamme zusammenschließen.

Hast du diese Formalien während der Schwangerschaft abgewickelt, hast du nach der Geburt viel mehr Zeit mit und für dein Baby.

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Elterngeld, Kindergeld, Vaterschaftsanerkennung – Bürokratie-Hürden schon in der Schwangerschaft nehmen. 

Das sagt die Redaktion

Teilzeit in Elternzeit zu arbeiten hat einen großen Vorteil: Du genießt den besonderen Kündigungsschutz der Elternzeit.