Sport in der Schwangerschaft – Dos und Don’ts

MITTWOCH, 25.10.2017

Sport steigert das Wohlbefinden, baut Stress ab und stärkt das Selbstbewusstsein. Genau deshalb ist Sport mit Babybauch sehr empfehlenswert und kann nicht nur den Verlauf der Schwangerschaft positiv beeinflussen, sondern auch die Geburt.

Du stärkst damit nicht nur dein Herz, deine Rückenmuskulatur und hältst eine Gewichtszunahme in Grenzen, sondern beugst Schwangerschaftsstreifen vor und verringerst zugleich auch das Risiko für Krampfadern und Thrombosen.

Doch nicht für jede Schwangere eignet sich das gleiche Training. Das hängt stark davon ab, wie viel Sport du bereits vor deiner Schwangerschaft getrieben hast.

Diese Sportarten sind für alle Schwangeren geeignet

Wenn du vor der Schwangerschaft nicht trainiert hast, dann geh es jetzt langsam an. Suche Kurse speziell für Schwangere aus. Du hast die freie Wahl zwischen Yoga, Pilates, Gymnastik oder sogar Aerobic. Ergänze dein Sportprogramm zusätzlich mit einer Einheit Schwimmen. Damit stärkst du deine Muskulatur im Rücken – sehr wichtig für werdende Mamis.

Moderates Radfahren oder Walken sind ebenfalls sehr geeignete Einsteiger-Sportarten. Das gilt auch für eine Runde Zumba oder Tanzen. Meide lediglich ruckartige Bewegungen oder Drehungen, gerade im letzten Schwangerschaftsdrittel. Höre auf deinen Körper! Wenn dir eine Übung unangenehm ist, dann mach sie auch nicht.

Sport für fitte Schwangere

Werdende Mamas, die schon vor der Schwangerschaft sportlich aktiv waren, können ihr Training nach Rücksprache mit dem Gynäkologen weiterführen. Lediglich Hochleistungssport und Wettkämpfe müssen vermieden werden. Beim Krafttraining richtest du dein Augenmerk allerdings nicht mehr auf den Aufbau von Muskulatur, sondern auf deren Erhalt. Schwenke jetzt über zu reduzierten Gewichten, mach dafür aber mehr Wiederholungen.

Auch Bauchtraining ist kein Tabu – allerdings nur bis zur 20. Schwangerschaftswoche. Dann sollte jegliches Training der geraden Bauchmuskeln vermieden werden. Die seitliche und schräge Bauchmuskulatur stellt allerdings weiterhin kein Problem dar. Sprich dich vorher mit deinem Arzt ab!

Frauen, die vorher passionierte Joggerinnen waren, können weiterhin laufen. Im letzten Schwangerschaftsdrittel wirst du allerdings merken, dass es schwierig wird. Steig dann einfach auf Walken oder den Crosstrainer um.

Diese Sportarten sind tabu

Auch wenn es passionierten Sportlerinnen schwerfällt: Die Vernunft gebietet, auf Sportarten mit hoher Sturz- und Verletzungsgefahr während der gesamten Schwangerschaft zu verzichten. Dazu zählen alle Mannschaftssportarten. Denn Sprünge und Gegnerkontakt sollten gemieden werden. Auch Solo-Sportarten wie Skifahren, Mountainbiken, Turnen und sogar Reiten sind jetzt gefährlich.

Jede Mama und jede Schwangerschaft ist individuell. Passe das Training deinem Zustand und dem Verlauf der Schwangerschaft an. Schone vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel deine Gelenke und Bänder. Und sprich mit einem Arzt, wenn du Fragen hast. Das alles sind Empfehlungen. Was letztlich möglich ist, entscheiden du und dein Körpergefühl.

Schwimmen: Sport Schwangerschaft pin

Sport in der Schwangerschaft ist gesund, z. B. Schwimmen.

Das sagt die Redaktion

Daumen hoch für Sport: Eine Mama aus der Redaktion hat die ersten Bewegungen ihrer Tochter in einer Yogastunde gespürt.